"Die Höhle der Löwen" ist zurück"Ich bewundere deine Eier!"

Ein nahrhafter Zuckerersatz aus den Anden, eine KI-gestützte Marketing-Plattform und eine Fugen-Revolution, die die ganze Löwenhöhle begeistert: Der Start der 19. "Die Höhle der Löwen"-Staffel lässt keine Wünsche offen.
Ein knappes halbes Jahr nach dem Ende der 18. "Die Höhle der Löwen"-Staffel können Gründer und Tüftler aus ganz Deutschland schon wieder zu Jubelsprüngen ansetzen. Carsten Maschmeyer, Ralf Dümmel, Judith Williams, Dagmar Wöhrl, Frank Thelen und Janna Ensthaler sind zurück und laden zum 19. Mal bei Vox (und abrufbar auf RTL+) zum großen Start-up-Schaulaufen ein.
Der erste Düsentrieb lässt auch nicht lange auf sich warten. Justinian Emanuel Gomes Moreno kommt aus Oldenburg, hat peruanische Wurzeln und eine Pflanze mit im Gepäck, die selbst die schon weit gereiste Dagmar Wöhrl noch nicht kennt ("Andenkraft").
Aus dem Saft der südamerikanischen Yakonwurzel kann man ganz wunderbar industriezuckerfreie Leckereien zaubern - wie zum Beispiel Sirup oder Haselnusscreme. Zwar sind die präsentierten Artikel ziemlich hochpreisig (bis zu elf Euro für ein 200-Gramm-Glas), aber das hält die beiden Schleckermäuler Judith Williams und Frank Thelen nicht davon ab, ein Angebot abzugeben. "Es gibt kein besseres Angebot!", so die Beauty-Queen. Der Gründer korrigiert noch schnell die Eckdaten (80.000 Euro für 35 Prozent statt 60.000 Euro für 20 Prozent) und dann ist der erste Deal des Abends auch schon eingetütet.
"Battle"-Siegerin Lisa Hennrich würde auch gerne eine Löwin oder einen Löwen für sich gewinnen ("LUBELL"). Leider sorgt der selbstentwickelte Armreif mit eingebautem Parfümfläschchen aber nicht für das erhoffte Staunen unter den Investoren. Am Ende muss die ehemalige Ringerin aus Niederbayern den Heimweg ohne Deal in der Tasche antreten.
Maschmeyer gibt den Jugend-forscht-Mentor
Kurz darauf steht bereits der nächste erwartungsfrohe Gründer stramm. Christopher Luis Zöllner ("admark.ai") ist gerade einmal 18 Jahre alt und tritt in die Fußstapfen seines Bruders Davis, der vor fünf Jahren an gleicher Stelle Investor Carsten Maschmeyer überzeugen konnte.
Selbstbewusst und voller Überzeugung präsentiert der junge Gründer eine KI-gestützte Plattform für datenbasiertes Social-Media-Marketing. Der 18-Jährige lässt sich nicht einschüchtern, auch nicht von einem renommierten Tech-Experten. Frank Thelen schlägt durchaus kritische Töne an. Aber der Gründer hält überzeugt dagegen: "Lassen Sie mich doch gerne ausreden!", fällt Zöllner dem sichtlich beeindruckten Löwen ins Wort.
Nach viel Fachsimpelei ist es schließlich Carsten Maschmeyer, der erneut in die Rolle des imponierten Mentors schlüpft und dem hocherfreuten jungen Tüftler ein Angebot unterbreitet (200.000 Euro für 25,1 Prozent), das er nicht abschlagen kann. "Ich bewundere deine Eier!", adelt der Großunternehmer seinen neuen Start-up-Schützling.
"Das ist eine Cashcow"
Spätestens jetzt sind alle in der Löwenhöhle hellwach. Das Feuer ist entfacht und jeder Investor hat den nächstmöglichen Deal fest im Blick. Die drei "eezee"-Gründer Sandra Geffers, Heiko Geffers und Tom-Lewis Geffers kommen nun genau richtig. Mit dabei hat das kleine Familien-Start-up eine flexible Fertigfuge, die sich schnell als universeller Problemlöser erweist. "Carsten, das ist eine Cashcow!", prophezeit Judith. Und auch die anderen Löwen sind hin und weg vom Gründerteam und dem präsentierten Produkt. Alle wittern das große Geschäft. Und alle fahren im Kompetenzgerangel die Ellbogen aus.
Am Ende breiten alle fünf Löwen die Arme aus. Die "eezee"-Gründer können ihr Glück kaum fassen. Und Judith spricht wahre Worte: "Diese Sendung ist nichts für schwache Nerven!", flüstert die Löwin mit hochgezogenen Augenbrauen.
Nach einer spannenden Entscheidungsfindungsphase schreiten die Gründer schließlich zur Verkündung. Sekunden später schießt Ralf Dümmel wie eine Rakete aus dem Sessel und komplettiert den nachhaltigen Moment mit einem Jubelschrei, den man sonst nur in einem Fußballstadion zu hören bekommt. Der Regale-König hat mal wieder zugeschlagen. Und der Rest der sichtlich enttäuschten Investoren schaut in die Röhre.
"Das Produkt ist einfach scheiße!"
Ob eine Kondomschutzhülle aus Plastik die Stimmung wieder hebt? Schwierig. "Concard"-Gründer Patrick Beyer aus Karlsruhe gibt sich mit seiner Safer-Sex-Neuerung zwar richtig viel Mühe. Aber die Löwen zeigen allesamt mit den Daumen nach unten.
Judith Williams und Frank Thelen meckern gar wie die Rohrspatzen: "Das ist das uninvestierbarste Produkt, dass ich je gesehen habe", faucht die Löwin. Frank Thelen setzt noch einen drauf: "Das Produkt ist einfach scheiße!", poltert der Tech-Experte. So hat sich der Gründer seinen "großen Moment" natürlich nicht vorgestellt: "Ich wurde ordentlich auseinandergenommen", resümiert der enttäuschte Badener.