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"Hab jetzt ein wenig Angst" Zockende Rentnerin beeindruckt Jauch gewaltig

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"Ich hätte nie gedacht, dass ich es auf den Stuhl schaffe": Gabriele Bärnwick.

"Ich hätte nie gedacht, dass ich es auf den Stuhl schaffe": Gabriele Bärnwick.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Die Rentnerin zockt bei WWM, als ob es kein Morgen gäbe. Günther Jauch freut sich über die Chance für Leute "in unserem Alter". Dann aber wird ihm die Jagd nach dem Tiny House am See etwas unheimlich. Am Ende sagt er zum Glück: "Chapeau!"

Rentnerin Gabriele Bärnwick landete zwar zitternd auf dem heißen Stuhl bei Günther Jauch. Am Ende machte sie aber mit "Wer wird Millionär?" (WWM) ebenso kurzen Prozess wie beim Kochen oder Wäschewaschen. Gleich zweimal vertraute die pensionierte Diplomverwaltungswirtin einfach ihrem Bauchgefühl. Diese Zockermasche machte sie zur Siegerin des Montagabends und nötigte auch Jauch Respekt ab: "Ich habe jetzt ein bisschen Angst um Sie. Chapeau!"

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"Wer wird Millionär?" ist auch auf RTL+ abrufbar.

Die Kandidatin aus Ravensburg hatte zu ihrer eigenen Überraschung die erste Auswahlrunde der wieder einmal extra langen Ausgabe von "Wer wird Millionär?" für sich entschieden. Sie benötigte einige Runden, um sich zu fangen. "Ich hätte nie gedacht, dass ich es auf den Stuhl schaffe", räumte die ansonsten offenbar kaum mit Selbstzweifeln geschlagene Rentnerin ein. "Ich übe seit Monaten und das waren vielleicht vier richtige Antworten in acht Sekunden."

Jauch macht älteren Bewerbern Mut

Jauch freute sich besonders über den Erfolg. Leute "in unserem Alter" hätten oft vor allem Angst davor, bei der Auswahlfrage nicht schnell genug zu sein und deshalb von vornherein keine Chance bei der RTL-Quizshow zu haben. "Da ist natürlich zum Teil was dran", befand der Moderator. "Auf der anderen Seite sind die Fragen manchmal so, dass die Jüngeren zwar schneller sind, aber falsch liegen", stellte er fest.

Auf die Playstation verzichtete Bärnwick bei ihrer WWM-Vorbereitung.

Auf die Playstation verzichtete Bärnwick bei ihrer WWM-Vorbereitung.

(Foto: RTL / Stefan Gregorowius)

Alles machte Bärnwick für die Aussicht auf die Million aber auch nicht mit. Ihr Neffe hatte sie angemeldet und ihr geraten, mit der Playstation zu spielen, um ihre Reaktionsfähigkeit zu verbessern. "Da hab ich ihm gesagt: Ich fange damit in meinem Alter nicht an, nur wegen der Schnelligkeit. Passt nicht", meinte die Ravensburgerin.

Keine Geduld hat die erklärte Nicht-Köchin ("Ich koche alles in der Mikrowelle") auch, wenn es ums Wäschewaschen geht. Sie reinigt generell Bunt-, Weiß- und Kochwäsche zusammen, bei lediglich 40 bis 50 Grad. Die Maschine wird auch erst angestellt, wenn die Trommel wirklich maximal vollgestopft ist. "Aber es wird trotzdem alles sauber?", fragte Jauch. "Also, es kommt nass raus", definierte Bärnwick ihre Parameter für Erfolg. "Ah, herrlich. Aber Sie haben Ihr Leben im Griff", freute sich Jauch.

Rentnerin beeindruckt Jauch

Dass sie auch bei "Wer wird Millionär?" nicht lange fackelt, deutete sich erstmals bei der 8000-Euro-Frage an. Bärnwick hatte lediglich eine schwache Vermutung, dass sie "Mu-Err" schon mal im China-Restaurant gelesen hat. Ihr Telefonjoker konnte aber nicht ausschließen, dass der Begriff nicht vielleicht doch eher was mit dem Periodensystem oder dem Fitnessstudio zu tun hat. Anstatt ihr Bauchgefühl noch einmal abzusichern, loggte die Pensionärin abrupt das China-Restaurant ein und war eine Runde weiter.

Am Ende schien Bärnwick dann sogar sich selbst zu überraschen. Jauch wollte wissen, worum es geht, wenn vom sogenannten Spielkreuz die Rede ist. Zur Auswahl standen Doppelkopf, Kegeln, Lottoschein oder Marionetten. Die Kandidatin ohne Joker meinte erst vernünftig "Machen wir es kurz: Ich traue mich nicht". Dann aber legte sie sich kurzentschlossen auf die Marionetten fest und sicherte sich so die höchste Summe des Abends. "Heute hat Gabriele Bärnwick 64.000 Euro gewonnen, die wir ihr, glaube ich, alle sehr gegönnt haben", bilanzierte Jauch am Ende der erneut von "RTL Direkt" unterbrochenen Ausgabe von WWM.

Als zweiten Kandidat des Abends begrüßte Jauch auf dem Stuhl gegenüber Jurist Emanuel Sawalt aus Frauenfeld in der Schweiz. "Gibts denn nicht in der Schweiz ein eigenes 'Wer wird Millionär?'", fragte der RTL-Moderator. Der wissenschaftliche Mitarbeiter an der Universität Zürich konnte das nicht beantworten. Tatsächlich feierte die Schweizer Ausgabe im Jahr 2000 Premiere, ein Jahr nach Jauch auf RTL. Sie lief aber nur bis 2001 und dann noch einmal kurz 2011.

"Hab WWM lange nicht geguckt ..."

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"Ich habe ja 'Wer wird Millionär?' schon lange nicht mehr geguckt ...", räumte der Kandidat irgendwann ein. "Toll, vielen Dank. Sie machen Punkte hier", erwiderte Jauch. "Aber ich habe in Erinnerung, dass Sie mir helfen", versuchte der Schweizer sein Glück. Jauch war allerdings nicht in Geberlaune. "Nein", enttäuschte er den Juristen. Der kapitulierte schließlich vor der Frage, was in der Regel in einem sogenannten Pouchbeutel drin ist (Antwort: nasses Katzenfutter). Sawalt fuhr mit 32.000 Euro nach Hause - "abzüglich Steuern!", stellte Jauch mit Blick auf die Abgaberegeln in der Schweiz klar.

Deutlich mehr könnte es am nächsten Montag für Dominik Seefeld werden. Der Projektmanager in der Organisationsentwicklung steigt dann mit noch drei Jokern bei der 32.000-Euro-Frage ein. Einen Bonus bei Jauch genießt der 31-Jährige bereits dank einer beeindruckenden Limbo-Einlage im Studio. Die ersten beiden Durchläufe absolvierte Seefeld noch mit Bravour. Als Jauch die Stange aber nur noch hüfthoch hielt, wurde es doch etwas eng. "Was braucht man zum Limbo?", wollte Jauch abschließend noch wissen. Vor allem eine flexible Wirbelsäule, meinte der Kandidat und stellte mit Blick auf seinen eigenen Fitnessstatus klar: "Muskeln können es nicht sein."

(Dieser Artikel wurde am Montag, 09. Januar 2023 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de

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