Panorama

Klavier als Krebstherapie 12-Jähriger spielt in der Carnegie Hall

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Diesen Tag wird Daniel sicher nicht so schnell vergessen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

In der New Yorker Carnegie Hall stehen die bedeutendsten Künstler der Welt auf der Bühne - und Daniel Colaner. Der 12-Jährige bringt eine ganze besondere Geschichte mit in das Konzerthaus.

Wenn ein Zwölfjähriger in der Carnegie-Hall spielen darf, ist allein das für viele schon ein Wunder. Im Fall von Daniel Colaner aus Akron im US-Bundesstaat Ohio gilt dies jedoch ganz besonders. Denn der Junge und sein Klavierspiel, das ist eine außergewöhnliche Geschichte.

Als Baby wurde bei Daniel ein Hirntumor festgestellt. Mit einem Neuroblastom im vierten Stadium räumten die Ärzte ihm lediglich eine 25-prozentige Überlebenschance ein, berichtet der US-Sender ABC.

Der Tumor beeinflusste sein Nervensystem, die Chemotherapie setzte Daniel außerdem zu. Seine Mutter, Marie Colaner, sagte dem Sender: "Chemotherapie ist Segen und Fluch zugleich, bei sehr kleinen Kindern von sechs Monaten bringt sie dich an den Rand des Todes und man hofft, dass sie alle schlechten Zellen töten und genug von den guten übrig lassen, damit du dich erholen kannst."

Musik als Teil der Therapie

In Daniels Fall empfahlen die Ärzte, dass er ein Musikinstrument lernen solle, um sein Gehirn anzuregen. Die Wahl fiel auf Klavier und das Musizieren wurde ein wichtiger Teil von Daniels jahrelangem Genesungsprozess.

Inzwischen ist Daniel zwölf Jahre alt, gilt als geheilt und als talentierter Pianist. Am vergangenen Sonntag spielte er in der Carnegie Hall in New York Fréderic Chopins "Fantaisie-Impromptu". Über seinen Auftritt sagte der Noch-nicht-einmal-Teenager: "Es war einfach unglaublich. Allein das Klavier war großartig, viel besser als mein Klavier zu Hause." Auch die Akustik sei fantastisch gewesen. "Alles ist einfach wunderbar zusammengekommen."

Er habe keine Ahnung, wie er diese Erfahrung in seinem weiteren Leben überbieten solle. Seine Mutter und sein Vater betonten, sie seien mehr als stolz auf ihren Sohn.

Quelle: ntv.de, sba