Panorama

In der Ukraine evakuiert 120 Waisenkinder auf der Flucht nach Berlin

642ff59034978c0b728ee62717930d39.jpg

Kinder auf der Flucht, ein Alptraum. Kinder ohne Eltern auf der Flucht, nicht auszumalen. (Symbolbild)

(Foto: AP)

120 Kinder aus einem ukrainischen Waisenhaus befinden sich auf der Flucht nach Berlin. Grund ist die Annahme, dass die Stadt Odessa angegriffen wird. In der deutschen Hauptstadt werden sie von der jüdischen Gemeinde in Empfang genommen.

Der Krieg, beziehungsweise Russlands Soldaten, machen auch vor den Schwächsten und Jüngsten nicht Halt: In Odessa wird ein Angriff der russischen Armee befürchtet. Nach der Evakuierung eines Waisenhauses im südukrainischen Odessa sind die rund 120 Kinder - darunter ein sechs Tage altes Baby - auf der Flucht nach Berlin. Die Waisen hätten sich zusammen mit einem Dutzend Betreuern in fünf Bussen auf den Weg gemacht, sagt der Chefrabbiner von Odessa und der Südukraine, Abraham Wolff.

Das Waisenhaus gehört zur jüdischen Gemeinde Mishpacha Chabad. Die Busse mit den Kindern seien am Mittwoch in Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau, angekommen. Die Reise solle ohne größere Pausen zügig durch Rumänien Richtung Westen fortgesetzt werden, so der mitreisende Rabbinersohn Mendi Wolff.

Freitag in Berlin

Spätestens Freitagmittag wolle man in Berlin ankommen, wo die Geflüchteten Unterstützung von der jüdischen Gemeinde hätten. "Vor 70 Jahren ist mein Großvater vor den Nazis aus Deutschland geflohen - jetzt tritt mein Sohn die Reise in umgekehrter Richtung an", sagt Abraham Wolff.

Seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine sind bereits eine Million Menschen aus dem angegriffenen Land geflohen. Das teilte der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, auf Twitter mit. "In nur sieben Tagen haben wir den Exodus von einer Million Flüchtlingen aus der Ukraine in die Nachbarländer miterlebt", schrieb Grandi und fügte hinzu: "Für viele weitere Millionen in der Ukraine ist es an der Zeit, dass die Waffen verstummen, damit lebensrettende humanitäre Hilfe geleistet werden kann."

Quelle: ntv.de, soe/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen