Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:56 Thüringen will Beschlüsse umsetzen +++

Thüringen will die neuen Corona-Regeln umsetzen, die Bund und Länder heute beschlossen haben. "Das sind die Maßnahmen, auf die sich dann auch Thüringen wird einstellen müssen", sagte Ramelow nach dem Treffen der Regierungschefs der Länder mit Merkel am Mittwoch in Berlin. Die aktuelle Corona-Verordnung läuft im Freistaat noch bis Ende Oktober. Es werde Anpassungen geben, machte Ramelow klar, "aber immer abhängig vom Infektionsgeschehen." Auch ein Beherbergungsverbot schließt Ramelow für die Zukunft nicht aus. Bislang lehnt die Landesregierung ein solches Verbot ab.

+++ 22:59 Merkel: Auf nicht erforderliche Reisen verzichten +++
Die Länder hatten sich nicht auf einen einheitlichen Kurs beim umstrittenen Beherbergungsverbot einigen können, am 8. November soll das Thema neu verhandelt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert die Bürger derweil auf, auf nicht erforderliche innerdeutsche Reisen in Gebiete und aus Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen zu verzichten. Darin seien sich alle einig, sagte Merkel am Abend. Wenn dies umgesetzt werden solle, stelle sich dies aber schwieriger heraus als der Satz klinge. Merkel sagte, sie finde es vernünftig, dass nun bis nach den Herbstferien abgewartet werden und Erfahrungen gemacht werden sollten.

+++ 22:29 Merkel: Unkontrolliertes Ausbreiten der Pandemie verhindern +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat das Ziel von Bund und Ländern betont, eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland zu verhindern. Deutschland ist der Kanzlerin zufolge bereits in einer exponentiellen Phase. Merkel betont nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten den Ernst der Lage. Man stehe an einem entscheidenden Punkt. Die Frage sei, ob die Maßnahmen ausreichten oder nicht. Sie appellierte an die Bürger, in dieser "entscheidenden und kritischen Phase", dass alle mitmachten und die Regeln befolgten. "Wir können gegen dieses Virus ankämpfen." Es komme darauf an, die Zahl der Kontakte zu verringern.

+++ 22:02 Einheitsregel zum Beherbergungsverbot erst nach Ende der Herbstferien +++
Diese Begründung dürfte den Ärger weiter anheizen: Ab dem 8. November sollen die Regeln für das Beherbergen von innerdeutschen Touristen aus Risikogebieten nach Möglichkeit vereinheitlicht werden. Den Zeitpunkt habe man gewählt, weil am 6. November in Bayern als letztem Bundesland die Herbstferien enden, heißt es aus Teilnehmerkreisen der Beratungen im Kanzleramt.

+++ 21.30 "Nicht hart genug": Merkel sehr unzufrieden +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die bisherigen Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz massiv kritisiert. "Die Ansagen von uns sind nicht hart genug, um das Unheil von uns abzuwenden", sagte die CDU-Politikerin nach übereinstimmenden Angaben von Teilnehmern am Mittwochabend während der Sitzung in Berlin. Mit den nun festgelegten Maßnahmen würden Bund und Länder "in zwei Wochen eben wieder hier" sitzen. "Es reicht einfach nicht, was wir hier machen." Die Grundstimmung sei, dass sich jedes Land ein kleines Schlupfloch suche. "Das ist das, was mich bekümmert. Und die Liste der Gesundheitsämter, die es nicht schaffen, wird immer länger."
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+++ 21.10 Beherbergungsverbot: NRW dagegen, Meckpomm dafür, Söder schweigt +++
Die 16 Bundesländer werden wohl weiter unterschiedliche Regeln bei der Beherbergung von Urlaubern aus anderen Ländern haben. In der Debatte im Kanzleramt zeichnete sich nach Informationen aus Teilnehmerkreisen ab, dass eine Mehrzahl der Landesregierungen keine Negativ-Tests von Urlaubern aus Risikogebieten als Voraussetzung für Übernachtungen in Hotels und Ferienwohnungen einfordern will. Die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt hätten weiter dafür plädiert. Dagegen hätten sich etwa die Länderchefs von Rheinland-Pfalz, Saarland, Baden-Württemberg, Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen ausgesprochen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, der zunächst ein Befürworter des sogenannten "Beherbergungsverbots" gewesen war, habe sich auf Frage von Kanzlerin Angela Merkel zunächst unentschieden gezeigt. Möglicherweise werde man nach den Herbstferien versuchen, ein einheitliches Vorgehen zu erreichen. Die 16 Ministerpräsidenten und die Bundesregierung verhandeln seit 14 Uhr über strengere Corona-Maßnahmen.

+++ 20:52 Neuansteckungen: NRW über 1000, Berlin über 500 +++
Nordrhein-Westfalen ist mit 1164 neuen Fällen unangefochten der Spitzenreiter unter den Bundesländern. Es folgen Baden-Württemberg (850) und mit Abstand Bayern (588) und Hessen (509). Bei den Neuinfektionen überspringt auch Berlin inzwischen die 500er-Marke: Die Hauptstadt meldet binnen 24 Stunden 503 neue Fälle.

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+++ 20:22 Aktuelle Datenlage in Deutschland: Fast 5200 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 337.493 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 5185 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 32 auf 9692. Als aktuell infiziert gelten rund 47.900 Personen. Auch im 7-Tage-Schnitt geht die Ansteckungskurve weiter steil nach oben.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,04 angegeben (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 10 Infizierte 10 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 602 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 323 davon werden beatmet. Rund 8700 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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+++ 20:12 Frankreich verhängt nächtliche Ausgangssperre über Paris +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte in einem TV-Interview eine nächtliche Ausgangssperre für Paris ab Samstag an. Zuvor hatte das Land im Kampf gegen steigende Corona-Zahlen den Gesundheitsnotstand wieder eingeführt. Das teilte die Regierung in Paris nach einer Kabinettssitzung mit. Die Pandemie sei eine gesundheitliche Katastrophe, die aufgrund ihrer Art und Schwere die Gesundheit der Bevölkerung gefährdet, hieß es. Der Ausnahmezustand im Gesundheitsbereich bietet einen rechtlichen Rahmen für Beschränkungen, zu denen auch Ausgangssperren gehören können. Der Gesundheitsnotstand war Ende März für das ganze Land ausgerufen und bis zum 10. Juli verlängert worden.
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+++ 19:41 Italien verzeichnet Allzeithoch: Mehr als 7000 Fälle +++
Italiens Gesundheitsbehörden haben mehr als 7000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gezählt. Insgesamt kamen in dem Mittelmeerland innerhalb von 24 Stunden 7332 weitere Fälle hinzu. Das war der höchste offiziell gemessene Tagesanstieg seit Beginn der Pandemie. Allerdings werden inzwischen viel mehr Tests als am Anfang gemacht, so dass viele Experten von einem direkten Vergleich der Werte abraten. Am 21. März, in der Hochphase der Pandemie, waren knapp 6600 neue Fälle verzeichnet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Rom registrierte Italien mit seinen 60 Millionen Einwohnern zudem 43 neue Covid-19-Tote. Insgesamt stieg die Zahl der Infektionen mit Sars-CoV-2 in dem Land auf 372.799 Fälle. Fast 36.300 Menschen starben an dem Virus.

+++ 19:17 Ausbruch nach illegaler Oktoberfest-Party +++
Nach einer illegalen Party mit bis zu 150 Gästen im niederbayerischen Bodenkirchen sind bereits 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es handele sich dabei um Frauen und Männer zwischen 25 und 32 Jahren, teilte das Landratsamt Landshut mit. Das Gesundheitsamt versuche, weitere Partygäste aufzuspüren und Infektionsketten zu unterbrechen. Zu der als "Oktoberfest" deklarierten Party in der Maschinenhalle eines Bauernhofes hatten drei Geschwister eingeladen. Zu Bier vom Fass und einer Live-Band feierten und tanzten am 3. Oktober mindestens 120, womöglich gar 150 Menschen, hieß es. Das Gesundheitsamt erfuhr erst am Dienstag von dem Fest, konnte aber binnen eines Tages bereits 20 Infektionen bestätigen. "Bekannt ist derzeit, dass sich unter anderem eine Hausärztin aus der Region mit dem Covid-19-Virus infiziert hat - sie war von Teilnehmern an der nicht genehmigten Party in Bodenkirchen für Corona-Tests aufgesucht worden." Das Landratsamt hat ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die drei Veranstalter der Feier eingeleitet, die der Behörde zufolge zunächst Druck auf die Gäste ausgeübt hatten, um so einen "Mantel des Schweigens" auszubreiten.

Nach einer Party mit einem infizierten Gast auf Sylt gibt es allerdings inzwischen Entwarnung: 99 Tests fielen negativ aus, einer positiv. Acht Ergebnisse standen noch aus.

+++ 18:45 Erweiterte Maskenpflicht bei Überschreitung des Warnwertes +++
In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll die Maskenpflicht erweitert werden. Sie soll ab 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen auch überall da gelten, wo Menschen dichter beziehungsweise länger zusammenkommen. Das haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in Berlin beschlossen.
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+++ 18:35 In Risikogebieten gilt 23 Uhr als Sperrstunde +++
In Städten und Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen soll es künftig generell eine Sperrstunde um 23 Uhr in der Gastronomie geben. Dies soll ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche gelten. Das haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in Berlin beschlossen.

+++ 18:30 Privatfeiern werden drastisch beschnitten +++
In Regionen mit stark steigenden Corona-Zahlen werden private Feiern künftig generell auf maximal zehn Teilnehmer und zwei Hausstände begrenzt. Das haben Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in Berlin beschlossen. Die Begrenzung gilt bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche.

+++ 17:58 Kroatien und Slowenien verzeichnen Höchstwerte +++
Die EU-Länder Kroatien und Slowenien haben jeweils Rekordwerte an neuen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. In den vergangenen 24 Stunden sei in Kroatien bei 748 Menschen Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte der Krisenstab in der Hauptstadt Zagreb mit. Die bisher höchste Zahl von 542 Neuinfizierten war im 4,2-Millionen-Einwohner-Land am 8. Oktober registriert worden. Vier Menschen starben demnach in den letzten 24 Stunden in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Im benachbarten Slowenien, einem Land mit 2,1 Millionen Einwohnern, meldeten die Behörden 707 Neuansteckungen mit dem Coronavirus. Die bisher höchste Zahl war am 10. Oktober mit 411 neuen Fällen registriert worden.
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+++ 17:30 Ländergipfel mit Merkel festgefahren +++
Das wird wohl länger dauern: Aus Kreisen des Gipfeltreffens der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder erfuhr RTL/ntv, dass man alleine zweieinhalb Stunden brauchte, um über die ersten Punkte der Beschlussvorlage zu diskutieren. Entscheidender Fortschritt sei dabei nicht erzielt worden, hieß es. Auch bei den schon vorab strittigen Punkten zeichnet sich derzeit keine Einigung ab. Unter anderem geht es dabei um die Frage, ob Einschränkungen des öffentlichen Lebens (etwa Sperrstunden) schon ab einem Wert von 35 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gelten sollen. Einzelne Teilnehmer reagieren nach den Informationen bereits spürbar genervt wegen des zähen Verlaufes der Verhandlungen. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die Länder zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung im Kampf gegen das Coronavirus aufgefordert. "Wollen wir einen beherzten Schritt machen, oder uns wieder Woche für Woche treffen wie im Frühjahr", sagte die CDU-Politikerin nach Angaben von Teilnehmern am Nachmittag.
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+++ 16:55 Telefon-Krankschreibung soll wieder möglich sein +++
Telefonische Krankschreibungen beim Arzt wegen Erkältungsbeschwerden sollen wegen der Corona-Lage bis Jahresende wieder umfangreicher möglich gemacht werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigte in Berlin einen entsprechenden Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen für Donnerstag an. Das Gremium ist mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besetzt. "Wir wollen natürlich mögliche Infektionen im Gesundheitswesen selbst und in der Arztpraxis bei Grippe sowie bei Corona vermeiden", sagte Spahn. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte sich zuletzt dafür stark gemacht, angesichts steigender Corona-Infektionszahlen, die Regelung im Herbst und Winter wieder auszudehnen. Das Instrument habe die Praxen bereits im März und April erheblich entlastet.

+++ 16:29 Quarantänepflicht für Risikoreisende aus dem Ausland gilt ab 8. November +++
Die neue Quarantänepflicht für Rückkehrer aus ausländischen Corona-Risikogebieten soll ab dem 8. November gelten. Die Details regelt eine Musterquarantäneverordnung, die das Bundeskabinett am Vormittag verabschiedete und die eine "gemeinsame Arbeitshilfe für alle Länder" darstellen soll, wie Regierungssprecher Steffen Seibert sagte. Die konkrete Umsetzung liegt bei den Bundesländern, Reisende müssen deren jeweilige Regeln beachten. Ursprünglich sollten die Neuerungen schon zum 15. Oktober kommen. "Unser gemeinsames Ziel ist, neue Infektionsherde in Deutschland durch Einreisen nach Deutschland zu verhindern", sagte Seibert. "Und deswegen halten wir grundsätzlich an der Pflicht fest, dass jemand nach Einreise aus Risikogebieten sich in Selbstisolation begibt." Wer sich in den zehn Tagen vor der Einreise in einem vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuften Land oder einer solchen Region aufgehalten hat, muss laut Seibert demnächst bei seiner Rückkehr unverzüglich für zehn Tage in Quarantäne gehen. Zudem muss er sich beim Gesundheitsamt melden.
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+++ 15:59 Merkels Sprecher schließt Scheitern der Runde nicht aus +++
Die Bundesregierung schließt nicht aus, dass die Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder an diesem Nachmittag am Ende zu keiner einheitlichen Linie führen. "Einheitlichkeit ist wünschenswert. Aber Einheitlichkeit ist auch kein Selbstzweck und es ist nicht gesichert, dass alle Teilnehmer heute zu gleichen Überzeugungen kommen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Er sprach von einer "wichtigen Beratung mit Blick auf den Herbst, auf den Winter, auf das Weihnachtsfest, das wir alle miteinander verbringen werden". Es gehe darum, zu einer Zahl von Corona-Neuinfektionen zurückzukommen, bei denen die Kontaktverfolgung in jedem einzelnen Fall möglich sei. Die Entwicklung der Zahlen sei stellenweise inzwischen über den Punkt hinaus, an dem die Gesundheitsämter dies erfüllen könnten. "Das ist die Situation und in dieser Situation wird das heute natürlich eine schwierige Beratung." Noch könne die Verbreitung des Virus wieder eingedämmt werden. Aber dafür müsse man konsequent handeln. Merkel werde sich bei den Beratungen für ein Handeln einsetzen, das dem Ernst der Lage und der Dringlichkeit der Aufgabe angemessen sei.
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+++ 15:20 Österreich kämpft mit Rekordansteckungen +++
In Österreich ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus erneut auf einen Rekordwert gestiegen. Binnen Tagesfrist wurden nach Angaben des Gesundheits- und Innenministeriums 1346 neue Fälle gezählt. Unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner ist der Wert in etwa doppelt so hoch wie in Deutschland. Die meisten neuen Fälle verzeichneten Wien (402), Oberösterreich (234), Tirol (184), Niederösterreich (139) und Salzburg (134). Auch die Belegung der Betten mit Covid-19-Patienten auf Intensiv- wie Normalstationen in Österreichs Kliniken stieg zuletzt an.

+++ 14:50 RKI besorgt: Was, wenn Grippe und Corona gleichzeitig grassieren? +++

Als wäre die Welt mit der Corona-Pandemie nicht schon gestraft genug: Der Chef des Robert-Koch-Institutes, Lothar Wieler, warnt davor, dass im Winter zusätzlich noch eine Grippe-Epidemie kursieren könnte.

+++ 14:25 Fallzahlen in der Schweiz verdoppelt +++
Die Neuinfektionen in der Schweiz steigen innerhalb eines Tages um 2823. Das sind doppelt so viele wie noch vor fünf Tagen. Insgesamt meldet die Gesundheitsbehörde 68.704 bestätigte Fälle in der Schweiz und im benachbarten Fürstentum Liechtenstein. Die Zahl der Todesfälle steigt um acht auf 1816.

+++ 13:58 Nordirland mit strengsten Regeln im Königreich +++
Im britischen Landesteil Nordirland werden die Corona-Maßnahmen deutlich verschärft. Im Kampf gegen steigende Infektionszahlen führt die Regierung die strengsten Regeln im gesamten Vereinigten Königreich ein. Schulen werden für zwei Wochen geschlossen, Restaurants für vier, wie die Regierungschefin Arlene Foster ankündigt. Die Schulferien im Oktober werden damit um eine Woche verlängert. Gaststätten dürfen Speisen und Getränke nur außer Haus anbieten. Nicht dringende Reisen sollten vermieden und wenn möglich von zu Hause aus gearbeitet werden. Auch andere britische Regionen sind stark von der Pandemie betroffen: der Norden Englands, Schottland und Teile von Wales. Jeder Landesteil in Großbritannien mit seinen insgesamt fast 67 Millionen Einwohnern entscheidet über seine eigenen Maßnahmen in der Corona-Krise.

+++ 13:41 Niederlande schließen wegen Corona zeitweise Notaufnahmen +++
Durch die Verbreitung des Coronavirus ist die Gesundheitsversorgung in den Niederlanden gefährdet. In Amsterdam, Rotterdam und Den Haag mussten die Notaufnahmen von Krankenhäusern bereits zeitweilig geschlossen werden, wie der Leiter des Netzwerkes Akute medizinische Versorgung, Ernst Kuipers, dem Parlament in Den Haag mitteilte. Weil alle Betten belegt waren und zu wenig Personal zur Verfügung stand, mussten Erste-Hilfe-Abteilungen für mehrere Stunden schließen und Krankenwagen Patienten in andere Krankenhäuser oder Städte bringen. In Krankenhäusern und auf Intensivstationen in den Niederlanden nimmt die Zahl der Covid-19-Patienten indes schnell zu. Die Regierung verschärfte die Maßnahmen und verhängte einen "Teil-Lockdown". Trotz der neuen Corona-Maßnahmen rechnen die Krankenhäuser damit, dass bis November im günstigsten Fall 40 Prozent der regulären Versorgung gestrichen werden müsse.

+++ 13:26 Jeder Dritte in NRW lebt in einem Risikogebiet +++
In Nordrhein-Westfalen lebt inzwischen jeder Dritte in einem Corona-Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut überschritten neun Großstädte und vier Kreise mit mehr als 5,6 Millionen Einwohnern die wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Zusätzlich meldete die Städteregion Aachen mit 557.000 Einwohnern eine Sieben-Tage-Inzidenz von 57,6. Gelsenkirchen mit rund 260.000 Einwohnern - dann als zehnte betroffene Stadt - gab einen Wert von 61 an. Demnach wären es gut 6,4 Millionen Menschen in Risikogebieten innerhalb des Landes NRW mit insgesamt knapp 18 Millionen Einwohnern. Zu den Risikogebieten gehören die Millionenstadt Köln, die Landeshauptstadt Düsseldorf, Essen, Duisburg oder auch Herne. Zu den seit Tagen betroffenen Kreisen Unna und Recklinghausen kamen neu die Kreise Mettmann und Olpe hinzu. Für das gesamte bevölkerungsreichste Bundesland wies das RKI einen Wert von 41,49 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche aus.

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+++ 13:11 Ab Donnerstag mehr Tests für Risikogruppen +++
Die neue Corona-Testverordnung soll am Donnerstag in Kraft treten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, er habe die Verordnung am Morgen unterschrieben. Corona-Tests sollen damit künftig stärker auf Risikogruppen und das Gesundheitswesen konzentriert werden - weniger auf Reiserückkehrer. Geplant ist unter anderem, dass Pflegeheime und Krankenhäuser "Antigen-Schnelltests" großzügig nutzen können, damit Besucher, Personal und Patienten regelmäßig getestet werden können. Spahn hatte kürzlich von zusätzlichen Tests "in großer Millionenzahl pro Monat" gesprochen. Er nannte es besorgniserregend, dass die Infektionszahlen jetzt auch bei Älteren wieder anstiegen. "Ob Sie 10.000 Infizierte 20-Jährige haben oder 10.000 infizierte 80-Jährige (...) macht einen großen Unterschied."

+++ 12:49 Eltern infizierter Kinder sollen Entschädigung bekommen +++
Die Koalition plant zusätzliche Möglichkeiten der Entschädigung bei Verdienstausfällen für Eltern, die ihre Kinder wegen Corona zu Hause betreuen müssen. Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten soll es dagegen keine Entschädigung mehr geben. Das geht aus einer sogenannten Formulierungshilfe für die Koalitionsfraktionen des Bundestages zu weiteren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes hervor. So solle künftig ein Entschädigungsanspruch auch für einzelne Eltern in Betracht kommen, die ein Kind zu Hause betreuen müssen, weil das Gesundheitsamt ihren Nachwuchs unter Quarantäne gestellt hat. Bisher sah die Regelung eine Entschädigung vor, wenn Schulen oder Kitas behördlich geschlossen wurden und keine anderweitige Betreuung möglich war. Eltern, die dann nicht zur Arbeit können, können 67 Prozent des Nettoeinkommens als Entschädigung vom Staat erhalten.

+++ 12:37 Neuinfektionen in Russland steigen rasant an +++
Russland meldet einen Rekord an Neuinfektionen. Binnen der letzten 24 Stunden gibt es 14.231 weitere Coronavirus-Fälle. Die Gesamtzahl der Infektionen steigt damit auf 1,34 Millionen. Weitere 239 Menschen starben, wodurch sich die Zahl der Todesfälle auf 23.205 erhöht.

+++ 12:08 Bund will Hilfe für stark betroffene Wirtschaftszweige ausweiten +++
Der Bund will Hilfsmaßnahmen für besonders von der Corona-Pandemie betroffene Branchen verbessern. Die angesichts steigender Infektionszahlen geplanten Einschränkungen würden dazu führen, dass einige Wirtschaftsbereiche auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssten, heißt es in einem Entwurf für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder. Deshalb werde der Bund "Hilfsmaßnahmen für Unternehmen verlängern und die Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche verbessern".

+++ 11:56 Spahn: Keine Versorgungsengpässe bei Grippe-Impfstoff +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wirbt für Grippeschutzimpfungen. Damit könne das Gesundheitssystem in der Corona-Krise vor einer Überlastung geschützt werden, sagt Spahn, der sich am Vormittag selbst gegen Grippe impfen ließ. Dem Minister zufolge wurden für diese Saison bislang 26 Millionen Impfdosen beschafft. Diese würden aber nicht auf einen Schlag zur Verfügung gestellt. Deshalb könne es zu lokalen Lieferengpässen kommen. "Wir haben aber keine Versorgungsengpässe", betont Spahn.

+++ 11:37 Bund will ergänzende Maskenpflicht einführen +++

Der Bund will eine ergänzende Maskenpflicht und eine Sperrstunde in der Gastronomie schon dann einführen, wenn die Zahl der Neuinfektionen 35 pro 100.000 Einwohner in einer Region innerhalb einer Woche überschreitet. Diese Maskenpflicht soll dort herrschen, wo Menschen dichter oder länger zusammenkommen, heißt es in einem Entwurf für die Beschlussvorlage der Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder am Mittwochnachmittag. Außerdem seien weitere Einschränkungen bei privaten Feiern sowie bei öffentlichen Veranstaltungen geplant.

+++ 11:07 Erstmals mehr als 6000 Corona-Neuinfektionen in Polen +++
In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 6000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 6526 neue Fälle hinzu, die meisten davon in der Region um die Hauptstadt Warschau (1188). Das teilte das polnische Gesundheitsministerium mit. Im gleichen Zeitraum starben 116 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 3217 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Polen ist das einzige Nachbarland Deutschlands, das bisher vom Auswärtigen Amt in Berlin noch nicht ganz oder teilweise als Risikogebiet eingestuft wurde. Seit Samstag gilt in Polen im gesamten Land wieder eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit - sogar im Freien.

+++ 10:41 Scholz: Corona-Wirtschaftspolitik wirkt +++
Finanzminister Olaf Scholz hat angesichts der Konjunkturprognose der großen Wirtschaftsforschungsinstitute vor Leichtsinn in der Corona-Krise gewarnt. "Sonst ist der rasche Aufschwung ganz schnell futsch", erklärte der Vizekanzler. Wenn dagegen alle ihren Beitrag leisteten, um das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten, könne Deutschland "weiter vergleichsweise gut durch die Krise kommen". Die Prognose der Institute beweise, dass die Politik der Bundesregierung wirke. Die deutsche Wirtschaft könne 2021 wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Nach der Prognose der Forschungsinstitute trifft die Krise die Unternehmen allerdings härter als noch im Frühjahr angenommen. Erst Ende 2022 dürften die deutsche Wirtschaft wieder normal ausgelastet sein, sagen sie voraus. Gebremst werde die Erholung durch jene Branchen, die besonders auf soziale Kontakte angewiesen seien - etwa Gaststätten und Tourismus, das Veranstaltungsgewerbe oder den Luftverkehr.

+++ 10:27 Virologe Streeck wirbt für Ampelsystem +++
Mit zunehmendem Tempo verbreitet sich das Coronavirus in Deutschland. Der Virologe Hendrik Streeck schließt im Interview mit ntv einen drastischen Anstieg der täglichen Neuinfektionen wie etwa in Frankreich nicht aus, fordert jedoch einen verhältnismäßigen Umgang mit den Zahlen. Einen Lösungsansatz sieht er unter anderem in der Einführung eines Ampelsystems. Dafür müsse man alle vier Bereiche einbeziehen: Die Infektionszahlen, die Anzahl der Tests, die stationäre Belegung und die Intensivmedizinische Belegung, sagt Streeck.

+++ 10:08 Tschechien verzeichnet mehr als 8000 neue Positiv-Tests +++
In Tschechien meldet das Gesundheitsministerium 8325 neue Positiv-Tests. Das ist der bislang zweithöchste Wert in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern. Die Gesamtzahl der Fälle liegt inzwischen bei 129.747. Bislang starben 1106 Menschen, die positiv getestet wurden. Zu Monatsbeginn waren es noch 696 Todesfälle.

+++ 09:47 Zahl der Intensivpatienten in Deutschland steigt +++
Die Zahl der Corona-Patienten auf der Intensivstation stieg in den vergangenen Tagen merklich. So wurden laut Daten des DIVI-Intensivregisters von Dienstag rund 620 Covid-Patienten intensivmedizinisch behandelt, eine Woche zuvor waren es noch rund 450. Die Zahl ist aber weiterhin vergleichsweise niedrig. Insgesamt sind in Deutschland noch knapp 9000 Intensivbetten frei. Mehr dazu hier.

+++ 09:18 Laschet warnt vor Weihnachten im Lockdown +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat sich vor dem Corona-Treffen von Bund und Ländern hoffnungsvoll gezeigt, die Pandemie noch in den Griff zu bekommen. Einen erneuten Lockdown zum Jahresende schließt er aber nicht aus. "Nein, das kann niemand versprechen, aber man kann alles tun, damit es nicht dahin kommt", sagte Laschet in der Sendung Frühstart von ntv. Entscheidend sei jetzt, dass aus hohen Infektionszahlen keine schweren Krankheitsverläufe und Todesfälle resultierten. "Dann kann es gelingen, dass wir Weihnachten ohne Lockdown erleben können." Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 08:51 Tourismusverband befürchtet Pleitewelle +++
Vor dem Treffen zwischen Bund und Ländern über das richtige Maß an Corona-Beschränkungen hat der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft vor einem zweiten Lockdown der Branche durch die Hintertür gewarnt. Notwendig seien "weniger Aktionismus, mehr Augenmaß und ein Ende der Stigmatisierung des Reisens", forderte der Verband. "Die Tourismusbranche und ihre Gäste brauchen endlich verlässliche, verständliche und vor allem verhältnismäßige Regelungen", sagte Verbandspräsident Michael Frenzel. Er warnte vor einer Pleitewelle in der Branche mit ihren rund drei Millionen Beschäftigten. Reisen stelle kein deutlich größeres Infektionsrisiko dar als die gewöhnliche Alltagsmobilität, wenn sich die Reisenden an die geltenden Sicherheits- und Hygienevorschriften hielten, argumentierte Frenzel.

+++ 08:38 Lockdown-Regelungen in Israel werden verlängert +++
Die Lockdown-Restriktionen in Israel werden vorerst bis kommenden Sonntag verlängert. Dies teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der Nacht auf Mittwoch nach einer Sitzung des sogenannten Coronavirus-Kabinetts mit. Am Donnerstag soll über erste Lockerungen beraten werden. Dazu zählt unter anderem die Öffnung von kleinen Geschäften ohne Publikumsverkehr und von Kindergärten. Die Lockerungen sollen schrittweise erfolgen. Die Regierung war nach dem ersten Lockdown im Frühjahr für vorschnelle und zu umfassende Erleichterungen kritisiert worden.

+++ 08:14 Infektionsquelle oft nicht mehr ermittelbar +++
Hessens Gesundheitsämter können einen erheblichen Teil der neuen Corona-Infektionen nicht mehr bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen. Die Quote der nicht mehr nachvollziehbaren Ansteckungen lag in den vergangenen 14 Tagen je nach Kommune zwischen 29 und 76 Prozent, wie Stichproben bei Städten und Kreisen mit erhöhten Infektionszahlen zeigen. In Frankfurt beispielsweise konnte - abgesehen von größeren Ausbrüchen in Einrichtungen - in weniger als 50 Prozent der gemeldeten Fälle, eine Person oder Situation ermittelt werden, von der die Infektion ausging. Wird eine Corona-Infektion festgestellt, versuchen die Ämter die Infektionskette nachzuvollziehen und zu unterbrechen. Doch angesichts steigender Infiziertenzahlen arbeiten die Behörden vielerorts am Limit.

+++ 07:50 Neuer Höchstwert: 47 Kreise reißen Obergrenze +++
Die Zahl der roten Flecke auf der Infektions-Karte für Deutschland ist abermals auf einen neuen Höchstwert gestiegen: Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge überschreiten 47 Regionen die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Das bedeutet einen Zuwachs von sieben Kreisen und kreisfreien Städten im Vergleich zum Vortag. Noch vor einer Woche hatten sieben Regionen die Obergrenze gerissen. Unter den betroffenen Regionen befinden sich acht Berliner Bezirke, wobei Neukölln die bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz von 161,6 bestätigten Infektionen je 100.000 Einwohner aufweist. Die Hauptstadt selbst hatte gestern Abend eine Gesamt-Sieben-Tage-Inzidenz von 71,5 angegeben. Mit einem Wert über 40 liegen nun 33 Regionen nahe der kritischen Marke, allen voran der Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 49,8.

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+++ 07:32 Bulgarien meldet Rekordanstieg +++
In Bulgarien liegt die Zahl der neuen Positiv-Tests das vierte Mal binnen einer Woche auf Rekordniveau. Die Zahl der Fälle steigt nach offiziellen Daten um 785 auf insgesamt 25.774. Bislang starben 923 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Aktuell befinden sich 1307 Menschen in Krankenhäusern, 63 davon auf Intensivstationen.

+++ 07:05 Facebook verbietet Anzeigen gegen Impfungen +++
Facebook will alle Anzeigen auf seinen Seiten verbieten, die sich gegen Impfungen aussprechen. Dies kündigte der Internetkonzern an. Die Corona-Pandemie zeige, wie wichtig "vorbeugendes Verhalten" zum Schutz der Gesundheit sei, betonte der Konzern. Facebook will nach eigenen Angaben aber weiterhin solche Anzeigen zulassen, die bestimmte Maßnahmen von Regierungen im Zusammenhang mit Impfungen kritisieren. An Impfstoffen gegen das Coronavirus wird derzeit weltweit unter Hochdruck geforscht. Den Betreibern der großen Onlinenetzwerke wird immer wieder vorgeworfen, Impfgegnern eine weite Verbreitung ihrer Botschaften zu ermöglichen. Facebook plant nach eigenen Angaben nun auch eine Kampagne in den USA, in der für Grippe-Impfungen geworben werden soll.

+++ 06:34 Ärger um Online-Formular gegen Corona-Sünder +++
Ein Online-Formular der Stadt Essen, mit dem Bürger Verstöße gegen Corona-Regeln melden können, ist auf heftige Kritik gestoßen. "Dieses Denunziationsportal ist mit Sicherheit rechtswidrig und sollte sofort gelöscht werden", heißt es auf der Facebookseite von Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki. Der Grünen-Digitalexperte Dieter Janecek sieht das Formular ebenso kritisch. "Verwaltungen sollten Bürger nicht mit Formularen ermuntern, andere Bürger zu denunzieren. Das spaltet die Gesellschaft", sagte er der "Bild", die am frühen Mittwochmorgen auch über das Formular und die Reaktionen darauf berichtet hatte. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 06:10 Mehr als 5000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Institut (RKI) erstmals seit April mehr als 5000 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Insgesamt belief sich die Zahl laut RKI auf 5132. Das waren mehr als 1000 Fälle mehr als noch am Vortag. Der letzte Höchstwert seit April waren 4721 neu nachgewiesene Fälle am Samstag gewesen. Am Mittwoch vergangener Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 2828 Neuinfektionen mitgeteilt. Zuletzt waren Mitte April die Zahlen so hoch wie aktuell. Allerdings sind die Werte nicht miteinander vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

+++ 05:45 Niederlande gehen heute in den "Teil-Lockdown" +++
Angesichts drastisch steigender Infektionszahlen verschärfen die Niederlande ihre Corona-Maßnahmen. Ministerpräsident Mark Rutte hat einen "Teil-Lockdown" angekündigt. "Es tut weh, aber es ist der einzige Weg. Wir müssen strenger sein", sagte Rutte. Bars, Cafés und Restaurants müssen demnach schließen und dürfen Speisen und Getränke nur noch zum Mitnehmen anbieten. Zudem gilt künftig in öffentlichen Räumen eine Maskenpflicht. In der Zeit zwischen 20 Uhr und 7 Uhr gilt darüber hinaus ein Verbot für den Verkauf und den öffentlichen Konsum von Alkohol und Cannabis. Auch Mannschaftssport für über 18-Jährige ist demnach verboten. Die Niederländer dürfen zudem nur noch drei Besucher pro Tag bei sich zu Hause empfangen. Die Regelungen gelten ab Mittwochabend 22 Uhr, in zwei Wochen will die niederländische Regierung ihre Wirksamkeit überprüfen.

+++ 05:02 Kinderärzte: Grippeimpfstoff könnte knapp werden +++
Die deutschen Kinder- und Jugendärzte warnen vor einem Mangel an Grippe-Impfstoffen. Die von der Bundesregierung geplante Menge von 26 Millionen Impfdosen reiche nicht annähernd für die gesamte Bevölkerung und möglicherweise nicht einmal für alle Risikopatienten, sagt der Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach der "Augsburger Allgemeinen". Er appelliert, auch Kinder und Jugendliche zu impfen. "Denn wir wissen, dass die Kinder das sogenannte Feuer der Influenza sind", betont der Mediziner. "Sie erkranken erst und stecken dann die anderen an. Anders als bei Corona übrigens." Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden für diese Saison sechs Millionen Impfdosen mehr bestellt als für die Regelversorgung üblich sind.

+++ 04:10 Polens Regierungschef ist in Quarantäne +++
Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki hat sich nach einem Kontakt mit einem Covid-19-infizierten Sicherheitsmitarbeiter in Quarantäne begeben. "Die Regierung arbeitet normal weiter, ich bin in ständigem Kontakt mit allen Mitarbeitern und allen Diensten", schrieb Morawiecki auf Facebook. Der Coronavirus-Test des Ministerpräsidenten sei negativ ausgefallen, erklärte sein Stellvertreter. Dennoch bleibe Morawiecki vorerst weiter in Quarantäne und müsse warten, dass sein Arzt und die staatliche Gesundheitsbehörde grünes Licht geben.

+++ 03:15 Ärztepräsident hält nichts von Beherbergungsverboten +++
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich gegen Beherbergungsverbote ausgesprochen. Solche Regelungen seien "ungeeignet, das Pandemiegeschehen einzugrenzen", sagt Reinhardt den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". So habe sich etwa "die Infektionsdynamik trotz des sehr intensiven innerdeutschen Reiseverkehrs in diesem Sommer kaum beschleunigt". Zum anderen führen die unterschiedlichen Verbotsregeln zu Verunsicherung und Verwirrung bei den Menschen. Damit gefährde die Politik die Akzeptanz der Maßnahmen. Sinnvoller als ein Beherbergungsverbot sei es, Infektionscluster zu isolieren und bei grober Missachtung der Hygieneregeln "konsequent" durchzugreifen, so Reinhardt weiter.

+++ 02:28 Weltbank will Entwicklungsländern Corona-Impfstoff sichern +++
Die Weltbank stellt ärmeren Ländern insgesamt zwölf Milliarden Dollar (10,2 Milliarden Euro) für künftige Impfungen gegen das Coronavirus zur Verfügung. Dadurch solle die Impfung von "bis zu einer Milliarde Menschen" unterstützt werden, erklärte die multinationale Entwicklungsbank. Ihre Milliardenhilfe für Corona-Impfungen bezeichnete die Weltbank als Signal an die Pharmabranche, dass auch Bürger der Entwicklungsländer "Zugang zu sichereren und wirksamen Covid-19-Impfungen brauchen". Zahlreiche Industriestaaten, darunter die USA und die EU, haben bereits Lieferverträge mit den Unternehmen über eine umfassende Versorgung mit den künftigen Impfstoffen geschlossen.

+++ 01:50 Brasilien meldet über 10.000 neue Fälle +++
In Brasilien sind in den vergangenen 24 Stunden 10.220 Menschen positiv auf Sars-Cov-2 getestet worden. Demnach erhöht sich die Zahl der Infizierten auf insgesamt 5.113.628. Weitere 309 Menschen sind an oder mit dem Virus gestorben, meldet das brasilianische Gesundheitsministerium. Das lateinamerikanischen Land verzeichnet insgesamt 150.998 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

+++ 1:12 Überbrückungshilfen für Unternehmen werden wohl verlängert +++
Das Bundeswirtschaftsministerium bereitet offenbar eine Verlängerung der Corona-Überbrückungshilfen vor. Die laufenden Überbrückungshilfen für Unternehmen sollen bis zum 30. Juni 2021 verlängert werden. Nach der derzeitigen Regelung würden die Überbrückungshilfen zum Jahresende auslaufen. Nach Informationen der Funke Mediengruppe zielt das Haus von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vor allem auf Verbesserungen für das Hotel- und Gaststättengewerbe. Weitere Unterstützung sollen aber auch die Veranstaltungsbranche sowie die Messe-und Ausstellungswirtschaft bekommen. Konkret werde im Ministerium an verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten wie auch an Modernisierungs- und Zuschussprogramme für Renovierungen während der auftragslosen Zeit gedacht.

+++ 00:23 Laschet will Schnelltests zuerst für Ältere +++
Der Schutz älterer Menschen muss aus Sicht des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet ein Kernthema bei den Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch sein. "Wir müssen sicherstellen, dass aus stark steigenden Infektionszahlen keine stark steigenden Fälle von schweren Krankheitsverläufen oder gar Todesfällen werden", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Daher müssten Bewohner und Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen Vorrang bei Schnelltests bekommen.

+++ 23:41 Britische Opposition fordert kurzfristigen Lockdown +++
Der britische Oppositionsführer Keir Starmer hat einen zwei- bis dreiwöchigen Lockdown in Großbritannien gefordert, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Darin liege eine Chance, Fehler der Regierung zu berichtigen. Starmer warf Premierminister Boris Johnson vor, die Ratschläge seiner wissenschaftlichen Berater ignoriert zu haben. "Wenn wir der Wissenschaft folgen und den Kreislauf unterbrechen, können wir dieses Virus unter Kontrolle bekommen", sagte Starmer. "Wenn wir das nicht tun, erwartet uns ein langer, trostloser Winter."

+++ 23:00 EU-Staaten vereinbaren mehr Krisenhilfe für junge Leute +++
Die EU-Staaten wollen die Hilfen für Jugendliche am Arbeitsmarkt ausweiten: Die Altersgrenze bei der sogenannten EU-Jugendgarantie soll von 24 auf 29 Jahre angehoben werden, um mehr jungen Leuten eine Chance auf Förderung zu geben. Das teilte Bundesminister Hubertus Heil nach einer Online-Konferenz der EU-Arbeits- und Sozialminister mit. Die Krise dürfe keinen Corona-Jahrgang ohne Zukunft hervorbringen, warnte der SPD-Politiker. Die Jugendgarantie habe nach der Wirtschafts- und Finanzkrise bereits Erfolge gezeigt und die Jugendarbeitslosigkeit bis 2019 gedrückt. Ziel sei, Jugendliche wenn nötig zu qualifizieren und dann so schnell wie möglich in Beschäftigung zu bringen, sagte EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit.

+++ 22:29 Weiterer Infektionsfall beim Verfassungsschutz +++
Ein weiterer Spitzenbeamter des Verfassungsschutzes ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) auf Anfrage. Zuvor war bekannt geworden, dass Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang positiv auf das Virus getestet worden war. Beide führen die Amtsgeschäfte von zuhause weiter, wie der Verfassungsschutz mitteilte. "Die Arbeitsfähigkeit des BfV ist vollumfänglich sichergestellt, da das BfV auf derartige Vorkommnisse vorbereitet ist", so die Behörde. So sei schon zu Beginn der Pandemie ein Krisenstab eingerichtet worden. Der heute 60-jährige Haldenwang führt seit rund zwei Jahren den deutschen Inlandsnachrichtendienst.

+++ 21:56 Studie: Corona-Patienten länger im Krankenstand +++
Patienten, die bereits im Frühjahr wegen Covid-19 stationär behandelt werden mussten, haben auch danach oft bei der Arbeit krankheitsbedingt gefehlt. Das geht aus einer aktuellen Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. So lag der Krankenstand der betroffenen Beschäftigten in den ersten zehn Wochen nach ihrem Krankenhausaufenthalt mit 6,1 Prozent deutlich höher als bei der nicht infizierten Vergleichsgruppe mit gleicher Alters- und Geschlechtsstruktur (2,8 Prozent). Von den insgesamt 27.300 AOK-versicherten Beschäftigten mit einer nachgewiesenen Sars-CoV-2-Infektion mussten mehr als 3700 Menschen zwischen dem 1. März und dem 21. April 2020 stationär behandelt werden. Im Durchschnitt fehlten die von Corona betroffenen Beschäftigten nach der Krankenhausentlassung 13,5 Tage. Die Vergleichsgruppe wies dagegen nur Fehlzeiten von im Schnitt 9,4 Tagen auf.

+++ 21:28 Chancen auf Hilfspaket vor US-Wahl schwinden +++
In den USA schwinden die Chancen auf ein umfassendes Hilfspaket vor der Präsidentenwahl am 3. November. Die Vorsitzende des Repräsentantenhaus und führende Oppositionspolitikerin, Nancy Pelosi, bekräftigte ihre Ablehnung eines von US-Präsident Donald Trump nachgebesserten Hilfspakts. "Der Präsident will nur seinen Namen unter dem Scheck vor dem Wahltag sehen, damit die Börsen anziehen", schrieb Pelosi in einem Brief an demokratische Abgeordnete. "Das Benehmen des Präsidenten ist beschämend, dabei könnte die Notwendigkeit für sofortige und umfassende Maßnahmen nicht dringlicher sein." Von Trump lag zunächst nur ein Tweet vor: "Stimulus groß oder gar nicht!!!", schrieb er. Der Präsident hatte zuletzt das von ihm vorgeschlagene Volumen eines Hilfspakets von 1,6 Billionen Dollar auf 1,8 Billionen Dollar angehoben, um den Demokraten entgegenzukommen. Diese beharren jedoch darauf, dass Wirtschaft und Gesellschaft mit 2,2 Billionen Dollar unterstützt werden sollen.

+++ 20:59 Mehr als 1200 neue Fälle in NRW +++
Von den bundesweit 4826 aktuell gemeldeten Neuinfektionen entfallen 1211 allein auf Nordrhein-Westfalen. Drei weitere Bundesländer verzeichneten 700 oder mehr neue Fälle binnen 24 Stunden: Bayern (755), Berlin (706) und Baden-Württemberg (700).

+++ 20:35 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 4826 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 332.308 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 4826 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 34 auf 9660. Als aktuell infiziert gelten rund 44.700 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,18 angegeben (Vortag: 1,29). Das bedeutet, dass im Durchschnitt ein Infizierter knapp 1,2 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,20 (Vortag: 1,25). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 618 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 319 davon werden beatmet. Rund 8946 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ino/dpa/rts/AFP