Panorama
Mittwoch, 28. Juli 2010

Französisches Dorf geschockt: Acht Babyleichen entdeckt

Polizisten am Fundort der Leichen.
Polizisten am Fundort der Leichen.(Foto: dpa)

In einem kleinen Dorf in Nordfrankreich ist ein grausiger Fund gemacht worden: In zwei verschiedenen Häusern des 700-Einwohner-Ortes Villers-au-Tertre entdeckten Bewohner und Polizei insgesamt acht Babyleichen. Der Verdacht fiel auf die mutmaßlichen Eltern der toten Kinder, die von der Polizei in Gewahrsam genommen wurden.

Auf die ersten Leichen stießen nach Angaben von Dorfbewohnern die neuen Besitzer eines Hauses in dem Ort, nachdem sie in ihrem Garten die Knochen von Kleinkindern beim Graben entdeckt hatten. Das Haus gehörte zuvor den Eltern des unter Verdacht stehenden Paares. Die Polizei nahm den Angaben zufolge dann die Ermittlungen in dem nahegelegenen Wohnhaus der mutmaßlichen Eltern auf, wo die Beamten weitere Babyleichen fanden. Mit Spürhunden suchten die Ermittler nach weiteren Hinweisen.

Die mutmaßlichen Eltern der toten Kinder, beide etwa 45 Jahre alt, wurden in Polizeigewahrsam genommen. Gegen sie soll nach Angaben aus Justizkreisen nun ein Verfahren eingeleitet werden. Die Behörden dementierten zudem ein Gerücht, wonach die Mutter die Tötung von etwa zehn Kleinkindern zugegeben haben soll.

Die Bewohner des kleinen Dorfes im Norden Frankreichs zeigten sich geschockt von den Vorwürfen gegen die mutmaßlichen Eltern. Ein Nachbar beschrieb das Paar als "freundlich, hilfsbereit, höflich und taktvoll". Ein anderer Bewohner nannte die Verdächtigen "normale Leute", die sich in das Gemeindeleben eingebracht hätten: "Das ist unglaublich." Die mutmaßlichen Eltern der toten Kinder haben demnach zwei erwachsene Töchter.

Der frühere Bürgermeister der Gemeinde, Daniel Collignon, sagte: "Ich bin geschockt." Normalerweise gehe es in Villers-au-Tertre "sehr ruhig, sehr ländlich" zu.

Quelle: n-tv.de