Panorama

Abwrackarbeiten in Genua Arbeiter finden letztes "Costa"-Opfer

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Im Juli wurde die Costa Concordia nach Genua gebracht.

(Foto: REUTERS)

32 Menschen verlieren bei der Havarie der "Costa Concordia" Anfang 2012 ihr Leben - nun erst finden Arbeiter das letzte Opfer der Katastrophe. Der indische Kellner wird in einer Kabine entdeckt.

Fast drei Jahre nach dem Untergang des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" ist Medienberichten zufolge die Leiche des letzten noch vermissten Todesopfers gefunden worden. Die sterblichen Überreste des indischen Kellners Russel Rebello seien in einer Kabine auf Brücke acht des Schiffes entdeckt worden, berichtet die Nachrichtenagentur Ansa. Demnach machten Angestellte der Firma Ship Recycling den Fund, die das Wrack in Genua demontieren sollen. Die Leiche sei durch umgekippte Möbel in der Kabine versteckt gewesen. Die Leiche werde jetzt noch rechtsmedizinisch untersucht, heißt es.

Die "Costa Concordia" war am 13. Januar 2012 bei einem verfehlten Manöver vor der italienischen Insel Giglio auf Grund gelaufen, leck geschlagen und gekentert. 32 der 4200 Insassen kamen bei dem Unglück ums Leben, darunter zwölf Deutsche. Erst nach langer Vorbereitung gelang es, das Wrack aufzurichten und wieder zum Schwimmen zu bringen.

Seit Ende Juli liegt das Kreuzfahrtschiff zum Verschrotten im Hafen von Genua. Bislang wurde alles herausgebaut, was aus dem Wrack entfernt werden kann, um es leichter zu machen. Dann soll die "Costa Concordia" auseinandergebaut werden.

Der Kapitän Francesco Schettino muss sich wegen fahrlässiger Tötung in mehreren Fällen, Verursachung von Umweltschäden und Verlassen eines Schiffes in Seenot vor Gericht verantworten. Schettino hatte den kenternden Koloss in einem Rettungsboot verlassen, obwohl noch Menschen an Bord waren. Nach eigener Darstellung war Schettino in das Rettungsboot gefallen und dann an Land geblieben, um von dort aus die Rettungsarbeiten zu koordinieren. Die Hafenbehörde forderte ihn per Handy mehrmals auf, wieder an Bord zu gehen, was er nicht tat.

Quelle: ntv.de, fma/AFP/dpa

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