Panorama

Wetterwoche im Schnellcheck Der Winter findet nur auf den Bergen statt

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Schnee bekommt man nur oberhalb von 700 Metern zu Gesicht.

(Foto: imago images/Jan Eifert)

Auch die erste Winterwoche in diesem Jahr dürfte in Deutschland größtenteils wenig winterlich ausfallen. So etwas wie Schnee trifft man weiterhin nur auf den Bergen an. Aber auch im Flachland ist für Niederschlag gesorgt - leider nur in flüssiger Form.

In der neuen Wetterwoche sind zwei Dinge derzeit recht sicher: ein stabiles Dauerhoch ist nicht in Sicht. Und auch ein nachhaltiger Winterbruch bis ins Flachland kann ebenfalls ziemlich sicher ausgeschlossen werden. Allerdings heißt das nicht, dass der Winter in Deutschland ganz chancenlos ist. Denn auf den Bergen gibt es wiederholt Schneeschauer.

Im Flachland werden wir zwar auch mal kältere Luft mit der Chance auf Schneeregen oder Graupel erleben. Jedoch immer wieder im Wechsel mit milderer Luft. Und das liegt an der schnellen Folge von Tiefdruckgebieten, die auf ihrer Vorderseite die mildere Luft heranführen, bevor die kalte Rückseite folgt. Gleichzeitig lebt der Wind hierbei stark bis stürmisch auf. Eine turbulente Woche also, die am dritten Adventswochenende ebenso windig bis stürmisch enden dürfte.

Nacht zu Montag

ntv-Meteorologe Björn Alexander

n-tv-Meteorologe Björn Alexander

Es ziehen weitere Schauer durch und der Wind legt besonders in der Westhälfte neuerlich zu. Im Bergland und an der Küste nach wie vor mit Sturmböen. Und auch im Flachland sind gegen Ende der Nacht einzelne Sturmböen nicht auszuschließen. Die Temperaturen gehen zurück auf 7 bis 1 Grad und das heißt, dass sich nur auf den höheren Bergen Schnee untermischt.

Montag
Auf der Rückseite von Dänemarktief "Rudi" rückt die Kaltluft nach. Das geht nicht ohne neue Wolken mit weiteren Regengüssen und nicht ohne Wind. Der stürmt zuerst aus südwestlicher Richtung daher, dreht später aber mehr und mehr aus West bis Nordwest. Im höheren Bergland und an der See sind auch schwere Sturmböen bis Tempo 100 möglich. Im Oberharz pfeift es auf dem Brocken weiterhin mit Orkanböen jenseits von 120 Stundenkilometern. Mit der Winddrehung auf Nordwest folgt später die kalte Luft, so dass die Schneefallgrenze schon mal auf 700 Meter absinkt. Später geht der Regen oberhalb von 700 Metern häufiger in Schnee über, denn bei Temperaturen von 5 bis 10 Grad wird es wieder etwas kälter.

Dienstag

Autofahrer aufgepasst - in der Nacht sowie am Dienstagvormittag müssen Sie bevorzugt im Berufsverkehr rund um die Mittelgebirge und am Alpenrand mit ein paar Zentimetern Schnee, Frost und glatten Straßen rechnen. Abgesehen davon bringt der Tag aber unter leichtem Zwischenhocheinfluss eine vorübergehende Wetterberuhigung. Wind und Regen lassen nach und es scheint bei minus 1 bis plus 7 Grad sogar häufiger die Sonne. Eine wohlverdiente Verschnaufpause, bevor die nächsten Tiefs zu uns kommen und der Reigen aufs Neue beginnt.

Mittwoch

Im Südosten hält die Wetterberuhigung am längsten. Ansonsten donnert das nächste Tief heran und sorgt für neuen Regen, der im Bergland oberhalb von 700 Metern in Schnee übergeht. Außerdem legt der Wind neuerlich stark bis stürmisch zu und schickt bei 2 bis 10 Grad mal wieder mildere Luft zu uns.

Donnerstag

Auf der Rückseite des Tiefs setzen sich kühlere Luft sowie ein kleines Zwischenhoch durch. Die Schauer werden seltener, die Sonne bekommt ein paar Anteile mehr und es fühlt sich bei 1 bis 7 Grad mehr wie Winter an.

Freitag und am Wochenende

Es windet und stürmt und zudem es regnet immer wieder. Kurzum: der Herbst gibt ein Nachspiel bei 3 bis 10 Grad am Freitag und 2 bis 10 Grad am Samstag. Winterfreunde müssen zur Schneesuche nach wie vor rauf in die Berge. Und das wird auch am dritten Advent nicht besser. Ganz im Gegenteil. Die Temperaturen steigen sogar nochmals an und bringen am dritten Advent ziemlich unwinterliche 4 bis 13 Grad.

Quelle: ntv.de