Panorama

Über 1100 weitere Corona-Opfer Deutschland beklagt neuen Toten-Höchstwert

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In Sachsen etwa arbeiten Krematorien seit Wochen am Limit.

(Foto: imago images/lausitznews.de)

Die Neuinfektionszahlen sind niedriger als vor Weihnachten und womöglich verzerrt, die Todesfallzahlen durch Covid-19 aber sprechen eine klare Sprache. Erneut melden Deutschlands Gesundheitsämter mehr als 1000 Opfer an nur einem Tag. 2021 übertrifft damit schon jetzt den höchsten Wert des Vorjahres.

Deutschland hat einen neuen Höchststand der an einem Tag gemeldeten Todesfälle durch Covid-19 erreicht. Am Tag der Verkündung verschärfter Lockdown-Maßnahmen meldeten die Gesundheitsämter nach den von ntv.de erhobenen Daten 1133 weitere an einer Corona-Infektion Verstorbene. Der bisherige Höchststand war in dieser Erhebung vor einer Woche verzeichnet worden: Am 29. Dezember wurden 1051 Tote gezählt. An Dienstagen sind die Zahlen häufig besonders hoch, da nach den Wochenenden überdurchschnittlich viele Nachmeldungen anfallen. Aktuell gilt die Datenlage zusätzlich als schwer überschaubar, da durch die Feiertage von Verzerrungen auszugehen ist.

So waren etwa die Zahlen der täglich gemeldeten Neuinfektionen zuletzt rückläufig, es wird jedoch angenommen, dass auch Verzug bei Tests und Meldungen ein Grund dafür ist. Sowohl Kanzlerin Angela Merkel als auch das RKI weisen explizit darauf hin, dass sich eine Klarheit über diese Entwicklung erst anhand der Zahlen über die kommenden Wochen ergeben werde.

Am heutigen Dienstag meldeten die Gesundheitsämter nach ntv.de-Zählung 16.350 neue Fälle einer Infektion. Das sind fast 6000 mehr als am Vortag und nur rund 700 weniger als am Dienstag vor einer Woche.

Damit gelten in Deutschland aktuell rund 326.500 Menschen als aktiv mit dem Virus infiziert, etwa 1,44 Millionen Menschen haben die Krankheit überstanden. Insgesamt sind jetzt 36.235 Menschen in Deutschland an Covid-19 gestorben. Die Ansteckungsrate über sieben Tage (R-Wert) liegt damit aktuell mit 0,81 weiter deutlich unter 1. 100 Infizierte stecken also rund 81 weitere Personen an.

Dass die Fallzahlen bei ntv.de am Abend in der Regel über den vom RKI ausgewiesenen Werten liegen, hat leicht nachvollziehbare Gründe: Bei der Auswertung der Datenlage greift ntv.de auf die Angaben der Gesundheitsbehörden und Ministerien der Länder zurück. Dort werden die Zahlen - unabhängig von den formellen Meldewegen des Infektionsschutzgesetzes - im Tagesverlauf aktualisiert und erreichen die Öffentlichkeit so schneller als über die amtliche RKI-Statistik.

Diese Angaben wertet ntv.de aus, gleicht sie mit den Zahlen des RKI ab und bezieht im Fall aktueller Entwicklungen auch einzelne Mitteilungen von Landesregierungen oder Ministerien mit ein. Auf dieser Basis entsteht ein aktuelles Gesamtbild, das die tagesaktuelle Entwicklung schneller abbildet als die Veröffentlichungen des RKI.

Quelle: ntv.de, mra

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