Panorama

Tatverdächtiger bei Bodenfelde gefasst Doppelmord kein Sexualdelikt

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Rest des Absperrbandes der Polizei nahe des Fundortes der beiden Getöteten.

(Foto: dpa)

Der Doppelmord von Bodenfelde in Niedersachsen kann womöglich schnell aufgeklärt werden. Allmählich machen sich die Ermittler ein Bild vom Tathergang. Ausschließen können sie bereits, dass es sich um ein Sexualdelikt gehandelt hat. Zudem wird ein der Tat dringend Verdächtiger festgenommen.

Der Doppelmord von Bodenfelde in Niedersachsen war kein Sexualdelikt. Ein solches Verbrechen sei nach den Ergebnissen der Obduktion auszuschließen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen, Hans Hugo Heimgärter. Er bestätigte auch, dass die Polizei einen Verdächtigen vorläufig festgenommen hat. Ob sich der Verdacht gegen den Beschuldigten erhärten lässt, könne er noch nicht sagen. Auch mehr Informationen zum Tatverdächtigen gebe es nicht. Es handele sich aber um eine Person aus der Region Bodenfelde.

Zu Einzelheiten des Obduktionsergebnisses wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft nichts sagen. Fest stehe aber jetzt, "dass es keine Sexualstraftat gewesen ist". Das Fehlen von Kleidungsstücken beider Opfer hatte zuvor auf eine Sexualstraftat hingedeutet. Die Mordkommission ermittelt laut Heimgärtner weiter "unter Hochdruck". Genaueres über den Tatverdächtigen und die Ermittlungsergebnisse wollen Polizei und Staatsanwaltschaft erst am Mittwochvormittag auf einer Pressekonferenz mitteilen.

Verbleib des Mädchens noch unklar

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Erinnerung in Bodenfelde an die beiden Jugendlichen.

(Foto: dpa)

Die Leichen der beiden Jugendlichen waren am Sonntag am Rande von Bodenfelde in einem Waldstück gefunden worden. Nina war schon Anfang vergangener Woche laut Polizei von Zuhause weggelaufen, wurde aber noch bis zum Samstag in Bodenfelde gesehen. Tobias war am Samstagabend verschwunden, nachdem er einen Freund zum Bahnhof gebracht hatte. Die Mutter fand ihn am Sonntag tot im dem Waldstück, wo dann nur wenige Meter entfernt auch die Leiche von Nina entdeckt wurde.

Der grausame Tod der beiden Jugendlichen ist nicht das erste schwere Verbrechen, das die Wesergemeinde erschüttert. 2007 wurde eine Mordserie an vier älteren Männern aufgedeckt, die eine als "Schwarze Witwe" bekanntgewordene Frau in Auftrag gegeben hatte.

Quelle: n-tv.de, dpa

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