Panorama

Reue für Trunkenheitsfahrt 2014 Jan Ullrich akzeptiert Bewährungsstrafe

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Auch weil er Vater zweier kleiner Kinder ist, dürfte das Gericht bei Jan Ullrich Milde walten lassen und die Strafe zur Bewährung aussetzen.

(Foto: dpa)

Noch im Laufe des Tages soll das Urteil gegen Ex-Radprofi Jan Ullrich fallen. Absehbar ist, dass der 41-Jährige wegen einer Alkoholfahrt vor gut einem Jahr schuldig gesprochen wird. Doch wegen seiner Reue dürfte er mit einem blauen Auge davonkommen.

Mehr als ein Jahr nach seinem Verkehrsunfall unter Alkoholeinfluss in der Schweiz hat sich der Ex-Radprofi Jan Ullrich vor dem zuständigen Bezirksgericht des Kantons Thurgau schuldig bekannt. Zugleich erklärte der bislang einzige deutsche Gesamtsieger der Tour de France, er akzeptiere die von der Staatsanwaltschaft geforderte Strafe.

Die Anklage verlangte für Ullrich eine 18-monatige Freiheitsstrafe, die jedoch für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden soll. Zudem soll er eine Geldbuße in Höhe von 10.000 Franken (rund 9600 Euro) zahlen und sämtliche Kosten des Verfahrens tragen. Das Gericht in Weinfelden will noch im Laufe des Tages eine Entscheidung treffen.

Sowohl die Staatsanwaltschaft, als auch die Verteidigung machten geltend, dass Ullrich nach dem Unfall glaubhaft Reue gezeigt und die Ermittlungen unterstützt habe. Ein zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafe sei auch angemessen, da der verheiratete Vater zweier kleiner Kinder sonst "aus seinem familiären Umfeld herausgerissen" würde, erklärte Ullrichs Anwalt.

Mit knapp 140 km/h in Kreuzung gebrettert

Der Ex-Radprofi sprach bei der Verhandlung von einem "Riesenfehler, den ich zutiefst bereue und für den ich mich schäme". Er werde niemals wieder unter Alkohol am Steuer sitzen.

Laut Anklage war Ullrich am 19. Mai 2014 mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,8 Gewichtspromille an einer Kreuzung in Mattwill südlich des Bodensees auf zwei andere Autos aufgefahren. Er habe sich der Kreuzung mit 139 Stundenkilometern genähert. Erlaubt war auf der Straße Tempo 80. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Der Sachschaden wurde von der Anklage auf 69.500 Franken beziffert (66.260 Euro).

Quelle: ntv.de, nsc/dpa