Panorama

Dreifachmörder aus Weißrussland Mann zum Tode verurteilt

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In Weißrussland wird ein Todesurteil mit Genickschuss vollstreckt.

(Foto: imago stock&people)

Weißrussland hält als letztes Land in Europa an der Todesstrafe fest. Ein Mann wird zum Tode verurteilt. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der Arbeitslose drei Frauen getötet hat. Das Urteil soll mit einem Genickschuss vollstreckt werden.

Wegen dreifachen Mordes ist in der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik Weißrussland ein 28-jähriger Angeklagter zum Tode verurteilt worden. Die Verteidigung hatte sich bei dem Prozess in Grodno für eine Haftstrafe von höchstens 25 Jahren ausgesprochen, da der Mann mit den Behörden zusammengearbeitet habe. Weißrussland ist das einzige Land Europas, das noch die Todesstrafe vollstreckt - per Genickschuss.

Die Europäische Union kritisiere das Todesurteil, berichteten Medien in der Hauptstadt Minsk. Die EU hatte vor kurzem Sanktionen gegen das osteuropäische Land vorläufig ausgesetzt und damit darauf reagiert, dass es dort bei der Präsidentenwahl im Oktober nicht zu Zwangsmaßnahmen gegen Andersdenkende gekommen war.

Regierungsgegner in Minsk hatten den Schritt als Fehler bezeichnet. Sie meinen, dass der westliche Druck auf Präsident Alexander Lukaschenko aufrechterhalten werden sollte. Das Gericht hielt es der Agentur Belapan zufolge für bewiesen, dass der vorbestrafte und arbeitslose Mann drei Verkäuferinnen überfallen und getötet hat. Im März hatte ein anderes weißrussisches Gericht einen Mann wegen Mordes ebenfalls zum Tode verurteilt.

Quelle: n-tv.de, jaz/dpa

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