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"Die heimliche Liebe des Präsidenten" Fährt Hollande mit dem Moped zur Geliebten?

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Das Promi-Magazin kündigte eine sieben Seiten lange Story mit Fotos der beiden an. Bei Twitter kursieren bereits Bilder des Magazin-Covers.

(Foto: closermag.fr)

Gerüchte um Techtelmechtel: François Hollande soll eine Liaison mit der schönen Schauspielerin Julie Gayet haben. Von nächtlichen Fahrten auf dem Moped durch Paris und frischen Croissants ist die Rede. Frankreichs Staatschef ist empört - dementiert aber nichts.

Die Seifenoper um das Liebesleben des französischen Präsidenten geht in den nächsten Akt: François Hollande soll eine Affäre mit der Schauspielerin Julie Gayet haben. Das berichtet das französische Magazin "Closer" und kündigte eine Sonderausgabe mit einem Bericht über die angebliche Liason und einer sieben Seiten langen Fotoreportage an. Worüber schon seit Monaten getuschelt wird, könnte nun aber ein gerichtliches Nachspiel haben. Hollande kritisierte die Verletzung seiner Privatsphäre. Er "beklage zutiefst die Verletzung der Achtung vor dem Privatleben", die ihm wie jedem anderen Bürger zustehe, hieß es in einer Stellungnahme des Präsidenten.

*Datenschutz

Hollande, der sich in der Erklärung ausdrücklich als Privatmann und nicht als Präsident äußerte, kündigte an, rechtlich e Schritte gegen "Closer" zu prüfen. Auf der Titelseite der Ausgabe erscheint ein Foto Hollandes mit der Überschrift: "François Hollande und Julie Gayet - Die geheime Liebe des Präsidenten".

"Closer" spekuliert und vergleicht Hollandes Schuhe

Auf den Fotos ist ein Mann der Größe Hollandes zu sehen, der sich mit Helm und dunklem Trenchcoat bekleidet auf einem Motorroller zu einem Haus fahren lässt. Ein anderes Foto soll Gayet an derselben Tür eines Hauses mit der Nummer 20 zeigen. Als Beleg für die Identität Hollandes dient "Closer" ein ebenfalls vor dem Gebäude fotografierter Mann, bei dem es sich um den Leibwächter des Präsidenten handeln soll. Zudem vergleicht das Magazin die Schuhe des Mannes auf dem Roller mit denen Hollandes auf offiziellen Fotos bei Empfängen.

"Closer"-Chefredakteurin Laurence Piau verteidigte im Sender Europe 1 die Veröffentlichung. "Das ist ein normaler Präsident, eine normale Person. Das ist ein Präsident, der eine Vorliebe hat und eine Geschichte", sagte Piau.

Das französische Klatsch-Magazin sorgte im September 2012 für großen Aufruhr im englischen Königshaus. Damals veröffentlichte das Blatt Oben-Ohne-Fotos von Herzogin Kate.

In bester Gesellschaft

Hollande war lange Jahre mit der sozialistischen Politikerin Ségolène Royal liiert, mit der er vier Kinder hat. Seit er das höchste Staatsamt bekleidet, ist die Journalistin Valérie Trierweiler offiziell seine Partnerin. Die Franzosen sind an Liebesabenteuer amtierender Präsidenten gewöhnt. Hollandes konservativer Amtsvorgänger Nicolas Sarkozy begann im Amt eine Beziehung mit der Sängerin Carla Bruni, die er dann heiratete. Sarkozys Vorgänger Jacques Chirac wurden zahlreiche Affären nachgesagt.

In der "Closer"-Reportage geht es unter anderem um mit der Liebesaffäre verknüpfte Sicherheitsaspekte. Hollande habe es sich zur Angewohnheit gemacht, in der Nacht mit seinem Motorroller durch Paris zu fahren, heißt es auf der Internetseite. Der Staatschef werde nur von einem Leibwächter begleitet, der das Paar morgens mit frischen Croissants versorge. Im Dezember hatte auch das Magazin "L'Express" Bedenken geäußert, ob die "Eskapaden" Hollandes Sicherheitsprobleme mit sich brächten.

Als im vergangenen März erstmals Mutmaßungen über eine Beziehung zwischen ihr und Hollande publik wurden, klagte Gayet dagegen. Die Schauspielerin wirkte bereits in mehr als 50 Filmen mit, sie hat zwei Kinder. Derzeit ist sie in Frankreich in dem Streifen "Les âmes de papier" zu sehen. Im Jahr 2012 tauchte Gayet in einem Werbespot von Hollandes Wahlkampagne auf. Sie pries den Präsidentschaftskandidaten als "bescheiden", "ausgezeichnet" und einen "guten Zuhörer".

Quelle: n-tv.de, dsi/wne/AFP/dpa

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