Panorama

Tödlich hohe Radioaktivität gemessen Tanks in Fukushima rosten durch

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Kontrolleure an dem havarierten Atomkraftwerk in Japan.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die gewaltigen Massen hochgradig verstrahlten Kühlwassers in der Atomruine Fukushima stellen eine immer größere Gefahr dar. Nach einem Leck mit Hunderten Tonnen Wasser werden jetzt weitere Stellen mit einer tödlichen Strahlendosis entdeckt.

Am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima sind tödlich hohe Strahlenwerte gemessen worden. Wie der Kraftwerksbetreiber Tepco mitteilte, lagen die an einem undichten Tank ermittelten Werte bei 1800 Millisievert pro Stunde. Ist ein Mensch dieser Strahlung etwa vier Stunden lang ausgesetzt, stirbt er. Zudem wurde an einer Leitung zwischen zwei Kühltanks ein viertes Leck entdeckt.

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Die riesigen Tanks mit dem verseuchten Kühlwasser sind leck.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die gemessenen 1800 Millisievert pro Stunde sind das 18-fache dessen, was an derselben Stelle bei einer Messung Ende August ermittelt wurde, wie Tepco mitteilte. Nach Konzernangaben hatten die Arbeiter allerdings damals Messinstrumente, die überhaupt nur bis zu 100 Millisievert erfassen konnten. Einem Tepco-Sprecher zufolge handelt es sich allerdings vor allem um weniger belastende Beta-Strahlung. Mit entsprechender Schutzkleidung könnten sich Arbeiter in der Anlage leicht dagegen schützen, versicherte er.

Aus der am Sonntag entdeckten neuen undichten Stelle tritt den Angaben zufolge ebenfalls stark radioaktiv belastetes Wasser aus. Etwa alle anderthalb Minuten entweiche dort ein Tropfen verseuchter Flüssigkeit. Mit zwölf Bolzen, Spezialmaterial und Plastikklebeband sei das Leck abgedichtet worden. Das dort ausgetretene verseuchte Wasser wies demnach Werte von 230 Millisievert pro Stunde auf. Bei den zwei anderen Lecks wurden 70 und 220 Millisievert pro Stunde gemessen.

Hunderte Tonnen bereits ausgelaufen

Vor wenigen Tagen hatte die japanische Atomaufsicht die neuen Probleme an der Nuklearanlage auf Stufe drei der bis sieben reichenden internationalen Skala für Atomunfälle eingeordnet, was einem "ernsten Störfall" entspricht. Insgesamt waren aus der Anlage rund 300 Tonnen Wasser ausgelaufen, die radioaktiv verseucht waren.

In Fukushima war nach einem Erdbeben und einem Tsunami Mitte März 2011 das Kühlsystem ausgefallen, woraufhin es in mehreren Reaktoren zur Kernschmelze kam. Tepco kämpft seither mit großen Mengen radioaktiv verseuchten Wassers, das zu Kühlungszwecken an den beschädigten Reaktoren eingesetzt wurde.

Quelle: ntv.de, dpa