Panorama

Mysteriöses Verbrechen in Berlin Toter in Kirchenruine war Israeli

3op14157.jpg5376084814984903970.jpg

Passanten hatten den Toten in der Kirchenruine nahe des Berliner Alexanderplatzes gefunden.

(Foto: dpa)

Der Fall ist ein Puzzlespiel für die Ermittler: Mitten in Berlin finden Passanten an Ostern einen Toten in einer Kirchenruine. Nun teilt die Polizei mit: Der Mann hatte einen israelischen Pass. Und er wurde inzwischen obduziert.

Der getötete Mann, der am Ostersonntag in einer Berliner Kirchenruine gefunden wurde, war Israeli. Das bestätigte das israelische Außenministerium. Zuvor hatten die Ermittler mitgeteilt, dass der Tote einen israelischen Reisepass bei sich hatte. Eine Identifizierung des Toten war deren Angaben zufolge aufgrund der schweren Gesichtsverletzungen des Mannes allein anhand des Dokuments nicht möglich.

Passanten hatten die Leiche am Ostersonntag hinter einer Backsteinmauer auf dem Gelände der früheren Klosterkirche in Berlin-Mitte entdeckt. Der Tote wies sehr schwere Verletzungen auf; die Ermittler gehen von Mord aus. Der Körper wurde inzwischen obduziert. Ergebnisse gaben die Ermittler bislang nicht bekannt.

Die Ruine, in der die Leiche gefunden worden war, steht an der Straßenecke Grunerstraße, Littenstraße - direkt gegenüber dem Amtsgericht Mitte. In der Gegend waren am Osterwochenende viele Touristen unterwegs - schließlich liegt die Ruine mitten in der Stadt, direkt an einer vielbefahrenen Straße. Der Fernsehturm am Alexanderplatz liegt wenige Gehminuten entfernt.

Die Klosterkirche war einst das bedeutendste gotische Bauwerk Berlins. Das Backsteingebäude wurde von 1250 an gebaut und gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zerstört. Die Ruine blieb als Mahnmal stehen.

Quelle: ntv.de, fma/dpa/AFP