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Weltmeisterschaft im Klapprad-Fahren Verfolgungsfahrt mit Porno-Bart

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Hart arbeitende Kerle: Die klapprad-Helden fahren bis zum Umfallen.

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Ein leckeres Pils im Flaschenhalter und die Gegner fest im Blick: In Ludwigshafen wird der Weltmeister im Klappradfahren der Oberlippenbartträger ermittelt. Nach 37 Kilometern erbittertem Kampf lässt der Sieger auch einen Ex-Radrennprofi hinter sich.

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Tollkühne Männer auf ihren heißen Reifen.

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Klare Ansage: "Ohne Bart kein Start." In Ludwigshafen trafen sich die sportlichsten Bartträger der Republik und ermittelten den Champion im Klapprad-Fahren. Nach 36,96 Kilometern hartem Kampf und einem spannenden Strampel-Finish kann sich nun ein Baden-Württemberger stolz "Weltmeister im Klappradfahren der Oberlippenbartträger" nennen. Na, wenn das mal keine Ehre ist.

Andreas "Andi" Gebhardt aus Teningen machte sie alle nass und verwies in seinem ersten Rennen überhaupt den Vorjahressieger und Lokalmatadoren Egbert "Eggi" Fecht auf den zweiten Rang. Das ist aber kein Grund zur Trauer - denn für die Piloten des "World Klapp" zählte vor allem der Spaß an der Sache. Aus ganz Deutschland strömten die Teilnehmer und 3000 Zuschauer nach Ludwigshafen, wovon Clubnamen wie "Schenkelbürste Bremen" oder "Schnauzer Wiesbaden" zeugten.

Frauen durften mit falschem Bart mitstrampeln

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Auch Damen ohne Naturbart waren willkommen.

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Der skurrile Wettbewerb soll an die goldenen Zeiten der Klappradkultur und des Oberlippenbarts in den 70er Ja hren erinnern. Zwingende Voraussetzung für die Teilnahme war neben einem mindestens 30 Jahre alten Klapprad ohne Gangschaltung ein echter "Porno-Balken" zwischen Mund und Nase. Die besten Verkleidung - vom Schottenrock bis zur holländischen Tracht - wurden vom Publikum mit extra Jubel bedacht.

Übrigens: Gegen Vorlage einer speziellen Bescheinigung war ein Start mit falschem Bart erlaubt. Auch Frauen mit mangelnder Gesichtsbehaarung durften also teilnehmen.

Zu den 32 Finalisten zählte der dreifache deutsche Straßenmeister und zwölffache Tour-de-France-Teilnehmer Udo Bölts, der Platz acht erreichte. Bölts, Schöpfer des Spruchs "Quäl' dich, du Sau!" hatte schon im Vorjahr teilgenommen und drei Klappräder kaputt gefahren. Ein Sportler wusste auch, warum: "Der tritt wie eine Nähmaschine und fährt mit Bergübersetzung, weil er gar nicht gewinnen will."

Quelle: n-tv.de, jtw/dpa

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