Panorama

Weltrekord im Tieftauchen Vier Minuten unter Wasser, 102 Meter tief

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William Trubridge liebt das Meer und seine Bewohner.

(Foto: imago/Nature Picture Library)

Dunkelheit und Wassermassen, die mit ungeheuren Druck auf jedem Lebewesen lasten: Die Tiefen des Ozeans sind ein extremer Lebensraum. Nicht für William Trubridge, der mal eben 102 Meter abgetaucht ist - mit nur einem Atemzug.

Noch einmal tief Luft holen und ab gehts: Ein neuseeländischer Taucher hat nach Angaben seines Teams seinen eigenen Rekord im Tieftauchen gebrochen. Der 36-jährige William Trubridge sei ohne Atemgerät und ohne Flossen 102 Meter tief getaucht und habe dafür vier Minuten und 13 Sekunden die Luft angehalten, berichtete sein Team. Er tauchte am Dean's Blue Hole auf den Bahamas.

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Die Vereinigung zur Förderung des APNOE-Tauchsports (AIDA) führt Rekorde in acht verschiedenen Disziplinen, Trubridge steht in der Disziplin "Tieftauchen mit konstantem Gewicht ohne Flossen" (CNF) bislang mit 101 Metern als Weltrekordhalter. "Dieser Rekord ist ein Traum", sagte Trubridge anschließend. Dean's Blue Hole ist 202 Meter tief und eine populärer Tauchort.

Das Wort "Apnoe" stammt aus dem Griechischen und bedeutet: ohne Atem. Apnoetauchen ist die älteste, ursprünglichste Form des Tauchens. Studien zufolge gab es Schwamm- und Perlentaucher vor den Küsten Griechenlands bereits vor 2500 Jahren. Noch heute verdienen einige Menschen in Korea, Japan und auf Südsee-Inseln ihren Lebensunterhalt mit den riskanten Tauchgängen. Bis zu 20 Meter tief und zwischen 150 und 250 Mal täglich tauchen sie ab, auf der Suche nach kostbarem Gut am Meeresgrund.

Heutzutage zählt das Apnoetauchen zu den Extremsportarten. Die Leistungen, die Menschen unter Wasser erbringen, werden von Jahr zu Jahr unglaublicher. Mithilfe bleibeschwerter Tauchschlitten erreichen Apnoetaucher Tiefen von über 200 Metern. Der Rekord im Luftanhalten liegt derzeit bei unfassbaren 11:35 Minuten.

So spektakulär, so gefährlich ist diese Art des Tauchens, warnen Wissenschaftler. Die hohen Druckunterschiede beim Auf- und Abtauchen können dazu führen, dass sich Gasblasen im Blut bilden. Lähmungen und eine Art Schlaganfall seien möglich. Wird das Gehirn zu wenig mit Sauerstoff versorgt, droht eine plötzliche Ohnmacht.

Quelle: n-tv.de, dsi

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