Panorama

Die Wetterwoche im Schnellcheck Weitere Gewitterfronten sind im Anflug

Die ersten kräftigen Sommergewitter sind schon mit gewaltigen Kräften über das Land gezogen. Aber auch in der nächsten Woche drohen vielerorts teils heftige Unwetter. Dabei ist Deutschland zweigeteilt und besonders die Menschen im Westen und Süden müssen sich für schlechtes Wetter rüsten.

Die erste sommerliche Gewitterlage des Jahres 2020 hat sich insgesamt an die Prognosen gehalten. So brachten die teils heftigen Gewitter gerne mal 10 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter und Stunde, stellenweise auch mal mit Spitzen bis 40 Liter. Außerdem gab es Sturmböen und Hagel in einer Größenordnung von bis zu vier Zentimetern.

Bei den Temperaturen gab es ebenfalls einen neuen Spitzenwert für das Jahr 2020 zu vermelden. Denn der Samstag war der bislang heißeste Tag des Jahres mit bis zu 35 Grad in Guben in Brandenburg. An der ersten tropischen Nacht des Jahres (mit einem Tiefstwert nicht unter 20 Grad) sind wir hingegen knapp vorbeigeschrammt. Am wärmsten war es in der Nacht zum Sonntag in der Kölner Innenstadt mit einem Tiefstwert von 19,4 Grad.

Gleichzeitig zeigt das deutsche Regensoll im Juni schon jetzt eine ziemlich ausgeglichene Bilanz. Rund zwei Drittel des Juniregens sind im landesweiten Durchschnitt bereits gefallen. Und auch alle Regionen, die zuletzt noch wenig bis gar nichts vom Regen abbekommen haben - beispielsweise der Niederrhein - haben noch gute Chancen auf himmlisches Nass.

Derweil sieht es andernorts in Sachen Regenmengen ganz anders aus. Beispielsweise im Bereich der Mittelgebirge und der Alpen. Hier erhöht die vorerst andauernde Gewitterlage nicht nur die Überflutungsgefahr, sondern auch die Wahrscheinlichkeit von stark durchnässten Hängen und damit die Gefahr von Erdrutschen. Auch kleinere Flüsse und Bäche können häufiger ausufern.

Grund ist, dass die wetterbestimmende Konvergenzzone, an der sich die meisten der Schauer und Gewitter gebildet haben, vorerst quer über Deutschland liegen bleibt. Das bedeutet nach wie vor eine Gefahr von Starkregen und stündlichen Regenmengen von 15 bis 30 Litern pro Quadratmeter.

Hier der Überblick für die neue Wetterwoche:

Nacht zum Montag

Von Bayern bis rauf nach Niedersachsen kann es weiterhin gewaltig krachen. Hier drohen nämlich weitere Schwergewitter mit Starkregen- und Überflutungsgefahr. Ansonsten sind nur einzelne Schauer und Gewitter unterwegs. Im Nordosten bleibt es sogar trocken und oft klar. Dazu kühlt es sich auf 15 bis 10 Grad ab.

Montag bis Mittwoch

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

ntv-Wetterexperte Björn Alexander.

Das Land zeigt sich zwiegespalten. Auf der trockenen und meist sonnigen Seite liegen der Norden und der Osten. Ganz anders schaut es im Süden und Westen aus. Hier hält sich die gewitterwillige und schwülwarme Luft, in der sich im Tagesverlauf immer wieder kräftige Regengüsse sowie Blitz und Donner entwickeln können. Zum Teil gibt es dabei nach wie vor Unwetterpotenzial durch Starkregen, Hagel und Sturmböen. Die Temperaturen sind insgesamt weiterhin sommerlich bei 17 bis 28 Grad.

Donnerstag bis Sonntag

Nach jetzigem Stand bleibt die schwüle Sommerluft für unser Wetter verantwortlich und damit steigt auch im Norden und Osten die Wahrscheinlichkeit für weitere Schauer und Gewitter wieder an. Die Temperaturen könnten hierbei tendenziell sogar nochmals etwas zulegen, so dass es am Wochenende Höchstwerte zwischen 20 und 28, örtlich bis knapp 30 Grad werden könnten. Kurzum: Wechselhaftes Sommerwetter.

Quelle: ntv.de

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