Panorama

An Händen und Füßen gefesselt Zwei Journalistinnen ermordet

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Brutale Gewalt ist für die mexikanische Polizei Alltag.

(Foto: REUTERS)

In einem Park in Mexiko-Stadt werden zwei tote Journalistinnen entdeckt. Sie sollen brutal getötet worden sein. Die Zahl der in diesem Jahr in Mexiko ermordeten Journalisten steigt damit auf acht.

In Mexiko-Stadt sind zwei Journalistinnen ermordet aufgefunden worden. Die Gründerin der investigativen Wochenzeitschrift "Contralinea", Ana María Yarce Riveros, und eine Reporterin des Fernsehsenders Televisa, Rocío González Trápaga, wurden am frühen Donnerstagmorgen in einem Park im Osten der Stadt entdeckt.

Wie die Redaktion von "Contralinea" auf ihrer Internetseite mitteilte, seien die beiden Frauen "burtal" getötet worden. Als man sie fand, seien sie an Händen und Füßen gefesselt gewesen. Die Behörden seien aufgefordert worden, das Verbrechen aufzuklären, hieß es auf der Homepage weiter. Über die Hintergründe der Tat liegen noch keine näheren Informationen vor.

Mexiko ist nach einem im Juni veröffentlichten Bericht der UNO das für Journalisten gefährlichste Land in Amerika. Zwischen 2000 und 2010 wurden in dem Land demnach 66 Reporter ermordet. Als besonders gefährdet gelten Polizeireporter, die über die Machenschaften der organisierten Kriminalität und die mit ihr verbundenen Politiker und Behörden berichten. Allein in diesem Jahr wurden bereits acht mexikanische Journalisten getötet.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP