Politik

"Muss den FN ja nicht lieben" AfD erwägt Kooperation mit Front National

6b218488f91f509a916d80d89a4de008.jpg

Kontakte mit ausländischen parteien haben sich laut Gauland "weitgehend entkrampft."

(Foto: imago/Mauersberger)

Erst kürzlich wurden Beatrix von Storch und Marcus Pretzell zum Austritt aus der konservativen EU-Fraktion EKR aufgefordert. Nun sucht die AfD neue europäische Bündnispartner - und könnte bei Frankreichs Rechtsextremen fündig werden.

AfD-Vizechef Alexander Gauland erwägt den Beitritt seiner Partei zu einer neuen Europafraktion unter Beteiligung der rechtsextremen französischen Front National (FN). "Man muss den FN ja nicht lieben", sagte Gauland der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Aber es kann der Moment kommen, in dem man sagen muss, wir können mit dem FN zusammenwirken, auch wenn wir nicht mit allem einverstanden sind, wofür er steht."

Er wäre jedenfalls für eine solche Zusammenarbeit, sollte sich in naher Zukunft eine neue Europafraktion aus EU-kritischen Parteien gründen. Angesprochen auf einen AfD-Bundesvorstandsbeschluss vom November 2013, laut dem "Kontakte von Funktionsträgern der AfD zu ausländischen Parteien mit dem Bundesvorstand abzustimmen sind", sagte Gauland: "Das hat sich weitgehend entkrampft."

Die AfD hat nur noch zwei Abgeordnete im Europaparlament; die anderen hatten sich der neuen Partei von Ex-AfD-Chef Bernd Lucke angeschlossen. Die AfD hatte sich zunächst der euroskeptischen Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) angeschlossen. Die Europaabgeordnete Beatrix von Storch verließ diese Fraktion kürzlich, nachdem sie wegen umstrittener Äußerungen zum Schusswaffengebrauch gegen Flüchtlinge unter Druck gekommen war.

Quelle: n-tv.de, ahe/AFP

Mehr zum Thema