Politik

"Da ist etwas am Schwelen" Angriffe auf Asylbewerberheime mehren sich

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Asylbewerberheim in Güstrow, Mecklenburg-Vorpommern: Unbekannte hatten im Herbst 2010 einen brennenden Feuerwerkskörper in den Keller geworfen. Die Polizei ermittelt in der Neonazi-Szene.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Zahl rechtsextremer Übergriffe auf Asylbewerberheime hat sich einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Laut Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) gab es 2013 insgesamt 58 solcher Delikte - nach 24 Delikten im Jahr 2012, berichtete die Berliner "taz". Das BKA führt in seiner Statistik demnach nur eindeutig rechtsextrem motivierte Taten auf.

Dem Bericht zufolge schätzen Flüchtlingsinitiativen die "Dunkelziffer" der tatsächlich verübten Delikte noch weit höher. So zähle etwa das Internetportal "Monitoring Agitation Against Refugees in Germany" für 2013 insgesamt 113 Angriffe oder rassistische Aktionen gegen Flüchtlingsunterkünfte.

Für das laufende Jahr zählte die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl bereits 20 Angriffe auf Asylunterkünfte, davon zwölf Brandanschläge. "Da ist etwas am Schwelen", sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt, der "taz". "Das ist eine mehr als besorgniserregende Entwicklung."

Quelle: ntv.de, asc/dpa

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