Politik

Attentäter von Berlin Anis Amri in Tunesien beerdigt

Anis Amri

Bei dem Anschlag im Dezember 2016 kamen 12 Menschen ums Leben.

(Foto: Arne Dedert/dpa)

Ohne traditionelle Zeremonie und nur im Kreise der Familie ist der Attentäter von Berlin, Anis Amri, in Tunesien beerdigt worden. Auch das Aufbahren der Leiche zuhause wurde den Angehörigen verweigert.

Der Berlin-Attentäter Anis Amri ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen in seiner Heimat in Tunesien beigesetzt worden. Amri wurde im Beisein seiner Familie ohne traditionelle Zeremonie beerdigt, wie ein Sprecher der lokalen Polizeibehörde in der zentralen Provinz Kairouan sagte. Eine Anfrage der Familie, die Leiche des Mannes zunächst in dessen Elternhaus aufbahren zu dürfen, sei aus Sicherheitsgründen nicht gestattet worden. 

Die Leiche Amris war schon Ende Juni in Tunesien angekommen. Sie wurde aber erst vor wenigen Tagen von den Behörden freigegeben, die sie zunächst in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Tunis untersuchen wollten.

Der 24-jährige Tunesier Amri hatte am 19. Dezember 2016 einen gekaperten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin gesteuert. Beim bislang schwersten islamistischen Terroranschlag in Deutschland starben 12 Menschen, fast 70 wurden verletzt. Nach dem Attentat wurde Amri auf der Flucht von italienischen Polizisten erschossen.

Quelle: ntv.de, bdk/dpa