Politik

Selbstmordanschlag in Pakistan Attentäter ermordet über 20 Menschen

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Die Opfer des Anschlags waren unter anderem in das Amt gekommen, um Pässe zu beantragen.

(Foto: REUTERS)

In der pakistanischen Stadt Mardan stehen Menschen vor dem Passamt Schlange, als sich ein Attentäter auf einem Motorrad in die Luft sprengt. Es gibt über 20 Tote und Dutzende Verletzte. Die Drahtzieher haben sich inzwischen zu dem Anschlag bekannt.

Mehr als 20 Menschen sind bei einem Selbstmordanschlag auf ein Passamt in Pakistan getötet worden. Über die Zahl der Toten gibt es unterschiedliche Angaben. Einsatzkräfte berichteten von mindestens 21 oder 22 Toten. Außerdem seien 78 Menschen verletzt worden, 28 von ihnen schwer.

Eine Fraktion der radikalislamischen Taliban bekannte sich zu der Tat und drohte mit weiteren Anschlägen. Ein Polizist sagte, der Attentäter habe auf einem mit Sprengstoff beladenen Motorrad die Außenstelle der Nationalen Daten- und Meldebehörde im nordwestlichen Mardan angegriffen. Die Bombe ist demzufolge am Tor des Büros explodiert, als es der Attentäter mit seinem Motorrad rammte. Zum dem Zeitpunkt hätten sich lange Schlangen vor dem Amt gebildet, das unter anderem Ausweise ausstellt, sagte der Polizist.

Erst vor zwei Wochen waren 24 Menschen bei einem Bombenanschlag auf einem Marktplatz in den Stammesgebieten nahe der afghanischen Grenze gestorben. Zu dieser Tat bekannte sich die Anti-Schiiten-Gruppierung Lashkar-e Jhangvi. Insgesamt ging die Zahl der Anschläge in Pakistan in diesem Jahr stark zurück, nachdem das Militär mit großen Offensiven entschieden gegen einige der extremistischen Gruppen im Land vorgegangen war.

Quelle: ntv.de, hul/dpa/rts