Politik

Regierung plant Reform Bafög soll erhöht werden

82680419.jpg

Mehr Personen sollen Bafög bekommen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Steigender Wohnzuschlag, steigender Höchstsatz und keine lebenslangen Schulden für die Geförderten: Die Bundesregierung packt das Thema Bafög an. Auch der Freibetrag für eigenes Vermögen von Auszubildenden soll angehoben werden.

Bafög-Empfänger sollen ab dem kommenden Jahr deutlich mehr Geld bekommen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will mit der geplanten Bafög-Reform zudem die Zahl der Empfänger erhöhen. Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor.

Wegen steigender Wohnkosten soll der Wohnzuschlag für nicht bei den Eltern wohnende Bafög-Geförderte 2019 von 250 Euro auf 325 Euro angehoben werden. Der Höchstsatz der gesamten Förderung soll von 735 Euro auf rund 850 Euro monatlich steigen. Die individuellen Bedarfssätze sollen bis 2020 um insgesamt sieben Prozent steigen.

Bafög sollen künftig zudem auch Kinder aus Familien bekommen, die bisher knapp über den Grenzen liegen, ab denen man dies beanspruchen kann. Dafür sollen die Einkommensfreibeträge in zwei Schritten um insgesamt neun Prozent angehoben werden.

Der Freibetrag für eigenes Vermögen von Auszubildenden soll im Jahr 2020 von derzeit 7500 auf künftig 8200 Euro angehoben werden. Die zusätzlichen Vermögensfreibeträge für Azubis mit Unterhaltspflichten gegenüber eigenen Ehegatten, Lebenspartnern und Kindern sollen von derzeit jeweils 2100 auf 2300 Euro angehoben werden.

Wer gefördert wurde, soll zudem nicht lebenslange Schulden fürchten. So soll unter anderem jenen die Schuld erlassen werden, die den Darlehensanteil des Bafög trotz Bemühens aufgrund schlechter wirtschaftlicher Verhältnisse nicht binnen 20 Jahren tilgen können.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

Mehr zum Thema