Politik

Projekt Stuttgart 21 Bahn: Stresstest erfolgreich

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Die Gegner geben nicht auf.

(Foto: dpa)

Neue Rückschlag für die Gegner von Stuttgart 21: Die Bahn sagt, ein weiterer Stresstest für den unterirdischen Bahnhof sei erfolgreich abgeschlossen worden. Das Verkehrsministerium geht von höheren Kosten aus als erlaubt. Die grün-rote Regierung fordert derweil den Rücktritt des Landtagspräsidenten.

Ein weiterer Simulationslauf für das Bahnprojekt "Stuttgart 21" hat dem Bahnvorstand Volker Kefer zufolge die Leistungsfähigkeit des geplanten unterirdischen Durchgangsbahnhofs in Stuttgart erneut bestätigt. "Die Ergebnisse sind durch weitere Optimierungen sogar leicht besser geworden", sagte Kefer. Dies gelte auch zur Einhaltung des Fahrplans. Schweizer Gutachter hatten Ende Juli auf Grundlage des Stresstests dem geplanten Bahnhofsneubau eine "wirtschaftlich optimale Betriebsqualität" bescheinigt und hinsichtlich kleinerer Unstimmigkeiten eine Nachsimulation angeregt.

Die Deutsche Bahn will die großen Bauvorhaben am umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 nun um den Jahreswechsel starten, der Bau soll insgesamt bis ins Jahr 2019 dauern. Diese Simulation belegt nun den Gutachtern zufolge erneut, dass das Fahrplanmodell "insgesamt stabil bleibt". Sich ergebende Verspätungen könnten durch Verkürzung der Haltezeiten im Bahnhof aufgefangen werden, heißt es in einem von der Bahn veröffentlichten Papier der Gutachterfirma SMA.

Verkehrsminister zweifelt Zahlen an

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Der Landtagspräsident Baden-Württembergs soll nach Willen der Regierung zurücktreten.

(Foto: dpa)

Die Bürger Baden-Württembergs können in einem Volksentscheid am 27. November befinden, ob das rund 4,5 Milliarden Euro teure und auch in der grün-roten Landesregierung umstrittene Projekt doch noch gestoppt werden soll. Dies gilt wegen des hohen Quorums von zwei Drittel aller Wählerstimmen jedoch als unwahrscheinlich. Seit mehr als einem Jahr gibt es teilweise heftige Proteste gegen den Umbau des Stuttgarter Bahnknotens. Kritiker wie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) befürchten, dass bereits jetzt der Kostendeckel von 4,52 Milliarden Euro durchschlagen sei.

Derweil brachte die grün-rote Regierungskoalition in Baden-Württemberg hat ein Misstrauensvotum gegen den Landtagspräsidenten Willi Stächele (CDU) auf den Weg. Der In einem Antrag wird Stächele aufgefordert, von seinem Amt zurückzutreten, weil er als Finanzminister Ende 2010 beim Rückkauf der EnBW-Anteile die Mitwirkungsrechte des Landtags umgangen habe. Dies hatte der Staatsgerichtshof in der vergangenen Woche als Verfassungsbruch beurteilt. Am Donnerstag soll der Landtag über Stächeles politische Zukunft abstimmen, das Votum ist aber nicht bindend. Eine Abwahl des Parlamentspräsidenten ist in der Verfassung nicht vorgesehen.

Quelle: n-tv.de, rpe/AFP/dpa

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