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Zusatzbeitrag stopft Finanzloch Beiträge zur Krankenkasse sollen steigen

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Das Geld, das den Krankenkassen fehlt, müssen die Arbeitnehmer zuschießen.

(Foto: dpa)

Im kommenden Jahr müssen gesetzlich Krankenversicherte womöglich etwas tiefer in die Tasche greifen: Einem Bericht zufolge fehlt den Krankenkassen Geld - und das werden sie sich über einen höheren Zusatzbeitrag besorgen.

Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden laut "Bild"-Zeitung im kommenden Jahr voraussichtlich steigen. Der sogenannte Schätzerkreis gehe in seinen Berechnungen davon aus, dass den Krankenkassen 2016 rund drei Milliarden Euro fehlen.

Das entspreche einem Anstieg des Beitragssatzes um bis zu 0,3 Punkte, schreibt die Zeitung unter Berufung auf informierte Kreise. Damit würde der durchschnittliche Beitragssatz auf 15,8 Prozent steigen. Die Erhöhung müsste ausschließlich von den Arbeitnehmern getragen werden, da der Arbeitgeberanteil gedeckelt ist, schreibt die Zeitung.

Der Schätzerkreis des Bundesversicherungsamtes will an diesem Mittwoch seine Prognose für die Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung vorlegen. Der Kreis setzt sich aus Fachleuten von Bundesversicherungsamt, Gesundheitsministerium und Krankenversicherungen zusammen.

Zum 1. Januar dieses Jahres war der feste Beitragssatz von 15,5 Prozent um 0,9 Punkte auf 14,6 Prozent gesenkt worden. Benötigen die Kassen mehr Geld, müssen sie je nach eigener Finanzlage einen zusätzlichen Beitrag selbst bestimmen.

Im ersten Jahr dieser Neuregelung hatte der Schätzerkreis einen durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozentpunkten empfohlen. Das entsprach genau dem zuvor abgesenkten Beitragsumfang. Mit dem variablen Zusatzbeitrag will der Gesetzgeber mehr Wettbewerb unter den Kassen erreichen.

Quelle: n-tv.de, jog/dpa

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