Politik

Umstände sind unklar Belarussischer Außenminister stirbt "plötzlich"

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Wladimir Makej im Februar dieses Jahres.

(Foto: dpa)

Von einem "plötzlichen Tod" ist die Rede, Einzelheiten gibt es aber nicht: Der Außenminister von Belarus, Wladimir Makej, stirbt im Alter von 64 Jahren. Zeitweise wurde er als möglicher Nachfolger von Diktator Lukaschenko gehandelt.

Der belarussische Außenminister Wladimir Makej ist der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge gestorben. Makej sei 64 Jahre alt geworden, meldete Belta. In dem Bericht ist von einem "plötzlichen Tod" die Rede, ohne dass nähere Einzelheiten genannt werden. Über Krankheiten war nichts bekannt. Der Diplomat war seit 2012 Außenminister unter Präsident Alexander Lukaschenko. Vor seiner Zeit als Minister war er seit 2008 Chef von dessen Präsidialadministration und wurde zeitweise auch als möglicher Nachfolger Lukaschenkos gehandelt.

Makej hatte sich lange Zeit für eine Verbesserung der Beziehungen seines Landes zum Westen eingesetzt und auch den Verbündeten Russland kritisiert. Von diesem Kurs war er jedoch nach Massenprotesten der Bevölkerung gegen die Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 abgerückt. Er hatte die Proteste als Kampagne westlicher Agenten bezeichnet. In dieser Woche hatte Makej an einem Gipfeltreffen der von Moskau angeführten Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit (OVKS) in der armenischen Hauptstadt Eriwan teilgenommen.

Belarus, der engste Verbündete seines Nachbarn Russland, ist wegen Verstößen gegen Menschenrechte und Unterdrückung von Oppositionellen von westlichen Staaten mit Sanktionen belegt. Das Land unterstützt Russland bei dessen Krieg gegen den gemeinsamen Nachbarn Ukraine, beteiligt sich allerdings selbst nicht an der Invasion.

Aus Russland gab es erste Beileidsbekundungen. "Wir sind erschüttert von den Meldungen über den Tod des Außenministers von Belarus", sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa. Lukaschenko ist in der ehemaligen Sowjetrepublik bereits seit mehr als einem Vierteljahrhundert an der Macht.

Quelle: ntv.de, mli/dpa/rts

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