Politik

Nächster Mord in Bangladesch Blogger wird mit Messer zerstückelt

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Vor vier Wochen wurde der Blogger Avijit Roy getötet - jetzt wurde ein Kollege von ihm brutal hingerichtet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wütende Islamisten machen Jagd auf atheistische Blogger in Bangladesch. Nur vier Wochen nach dem Mord an Avijit Roy wird ein Kollege von ihm ermordet. Die Polizei hat erste Spuren zu den Tätern.

Einen Monat nach der Ermordung des prominenten atheistischen Bloggers Avijit Roy ist in Bangladesch ein weiterer Blogger getötet worden. Der 27 Jahre alte Washiqur Rahman sei in der Hauptstadt Dhaka "mit großen Messern brutal zerstückelt worden", erklärte Polizeichef Wahidul Islam. Den Angaben zufolge ereignete sich der Mord im Bezirk Begunbari nur wenige hundert Meter vom Haus des Manns entfernt. Unmittelbar nach der Tat seien zwei Verdächtige festgenommen worden, die versucht hätten zu flüchten.

Erst Ende Februar war Rahmans Kollege Roy bei der Rückkehr von einer Buchmesse in Dhaka mit Macheten angegriffen worden. Er erlitt tödliche Kopfverletzungen, seine Ehefrau Rafida Ahmed wurde bei der Attacke schwer verletzt und verlor durch den Angriff einen Finger. Roy, der die US-Staatsbürgerschaft besitzt, war Gründer des Blogs Mukto-Mona, das sich in dem mehrheitlich muslimischen Land kritisch mit dem Islam auseinandersetzte. Wenige Tage nach dem Mord wurde als "Hauptverdächtiger" der "fundamentalistische Blogger" Farabi Shafiur Rahman festgenommen.

Im Jahr 2013 war in Bangladesch bereits der atheistische Blogger Ahmed Rajib Haider von einer kleinen Islamistengruppe ermordet worden. Sein Tod trieb damals zehntausende Menschen zu Protesten auf die Straßen. Zugleich forderten radikale Islamisten, atheistische Blogger wegen Gotteslästerung hinzurichten. Die säkulare Regierung von Ministerpräsidentin Sheikh Hasina ließ daraufhin vier Blogger festnehmen und ein Dutzend Websites und Blogs blockieren, um dem Zorn der Islamisten zu begegnen. Zugleich verstärkte sie die Sicherheitsvorkehrungen für die Blogger.

Quelle: ntv.de, tno/AFP

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