Politik

"Deutschland nicht überfordert" Bouffier rechnet mit einer Million Flüchtlingen

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Volker Bouffier

(Foto: imago/Metodi Popow)

800.000 Flüchtlinge in 2015? Hessens Ministerpräsident Bouffier hält die Prognose des Innenministeriums nicht mehr für realistisch. Er rechnet mit einer Million Menschen und droht all jenen mit Härte, die sich den Asylsuchenden gewaltsam widersetzen.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier rechnet für dieses Jahr mit deutlich mehr Flüchtlingen in Deutschland als vom Bund prognostiziert. Er gehe von einer Million Asylsuchenden und Flüchtlingen aus, sagte der CDU-Politiker dem Hessischen Rundfunk.

Das wären noch einmal 200.000 mehr als in der von Bundesinnenminister Thomas de Maizière präsentierten neuen Schätzung. Bouffier sagte, die Herausforderung werde die Deutschen "auf Jahre" in einer Weise fordern, wie sie bisher nicht dagewesen sei. Deutschland werde des aber nicht überfordern.

Bouffier kündigte ein hartes Vorgehen gegen rechtsextremistische Gewalt an. "Dafür stehe ich auch persönlich." Auch der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich kündigte an, sein Bundesland werde "mit aller Härte" gegen die rechtsextreme Szene vorgehen.

Zugleich verteidigte er, dass ein Willkommensfest für Flüchtlinge in Heidenau bei Dresden am Freitag zunächst abgesagt wurde. "Die Polizei arbeitet an der Grenze ihrer Belastbarkeit", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Er sei froh, dass es gelungen sei, mit Hilfe von Beamten aus anderen Ländern das Fest schließlich doch noch abzusichern. Allerdings hatte ein Bürger erst einklagen müssen, dass das Fest stattfinden durfte.

Quelle: n-tv.de, bdk/rts

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