Politik

Liveticker zum möglichen Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt +++ Das geschah am 19. Dezember 2016 +++

Aktuelle Meldungen finden Sie hier.

+++ 23:57 Lkw-Besitzer: "Ich bürge für meinen Vetter" +++
Der Besitzer des Lkw-Unternehmens hatte am Nachmittag den Kontakt zum Fahrer verloren. "Ich weiß nicht, was mit ihm ist. Er ist mein Vetter, ich kenne ihn seit meiner Kindheit. Ich bürge für ihn", sagte Ariel Zurawski der Nachrichtenagentur AFP. In Berlin hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen, bei dem es sich um den Lkw-Fahrer handeln soll. Unklar ist, ob es sich dabei um denselben Fahrer handelt. Möglich ist auch, dass der Lkw gestohlen und der ursprüngliche Fahrer entführt wurde.

+++ 23:48 Frankreich verstärkt Sicherheit auf Weihnachtsmärkten +++
Frankreich hat seine Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Innenminister Le Roux rief die Sicherheitskräfte auf, "maximale Wachsamkeit" aufrechtzuerhalten. "Der Schutz der Weihnachtsmärkte ist sofort verstärkt worden", hieß es in einer Mitteilung. Was dies konkret bedeutet, wurde nicht erklärt. Frankreich war in den vergangenen zwei Jahren Ziel mehrerer schwerer Terroranschläge, erst im Juli waren bei einem Lastwagen-Attentat in Nizza 86 Menschen getötet worden.

+++ 23:37 Böhmermann und Schulz sagen Veranstaltung ab +++
Nach dem möglichen Anschlag haben die Komiker Jan Böhmermann und Olli Schulz eine Veranstaltung im Berliner Tempodrom abgebrochen. "Das ist drei Kilometer von hier passiert. Ich war erst vor ein paar Tagen da. Ich glaube, das ist einfach so scheiße gerade und wir können auch nicht die richtigen Worte dafür finden. Auf alle Fälle können wir jetzt nicht weiter hier gute Laune verbreiten und Party machen, wenn hier Menschen sterben", sagte Schulz. Böhmermann ergänzte unter dem Applaus des Publikums: "Kommt sicher nach Hause. Verbreitet keine Gerüchte und hört nicht auf die Arschgeigen, die dieses schreckliche Ereignis jetzt für ihre politischen Zwecke instrumentalisieren. Das ist nämlich das Allerletzte."

+++ 23:33 Gauck ist erschüttert +++
Auch Bundespräsident Gauck ist erschüttert. "Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt", sagt er. "Auch wenn wir noch nicht viel über die Hintergründe des schrecklichen Geschehens auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wissen: Ich bin in Gedanken bei den Opfern, bei ihren Angehörigen, bei allen Menschen, die um Familienangehörige oder Freunde fürchten. Und ich danke den Helfern und Sicherheitskräften für ihren Einsatz."

+++ 23:28 Facebook schaltet "Safety Check Up" +++
Facebook hat den #SafetyCheck geschaltet. Damit können Nutzer ihre sämtlichen Facebook-Kontakte in Sekundenschnelle mit der Botschaft erreichen, dass sie sich in Sicherheit befinden. Ursprünglich wurde die Anwendung für Naturkatastrophen entwickelt. Facebook sorgt dafür, dass Nutzer in einem Katastrophengebiet auf die Möglichkeit solcher Nachrichten hingewiesen werden.

+++ 23:21 Verdächtiger Gegenstand gefunden +++
In der Nähe des Breitscheidplatzes wurde ein verdächtiger Gegenstand gefunden. Die Rankestraße werde deshalb gerade gesperrt, twitterte die Polizei.

Update: Entwarnung. Es war nur ein Schlafsack.

+++ 23:16 Polizei: Unfall oder Anschlag – beides ist möglich +++
Die Polizei kann noch nicht mit Sicherheit sagen, ob es ein Unfall oder ein Anschlag war. Beides sei möglich, sagte Polizeisprecher Winfried Wenzel bei n-tv. Auch der genaue Hergang des Vorfalls sei noch nicht geklärt. Der Lkw sei entweder über die Kant- oder die Hardenbergstraße an den Breitscheidplatz gefahren. Sicher sei, dass der Lkw etwa 50 Meter über den Weihnachtsmarkt gefahren ist. Die Kriminaltechnik sei nun vor Ort, um Einzelheiten zum Hergang zu klären.

*Datenschutz

 

+++ 23:09 Hollande: Franzosen trauern mit Berlin +++
Frankreichs Präsident François Hollande hat sich betroffen gezeigt. "Die Franzosen teilen die Trauer der Deutschen angesichts dieser Tragödie, die ganz Europa trifft", teilte der Élysée-Palast mit. Premierminister Bernard Cazeneuve erklärte auf seinem Twitteraccount auf Deutsch: "Ganz Frankreich steht an Deutschlands Seite."

*Datenschutz

 

+++ 23:01 Bosbach geht von Anschlag aus +++
Der CDU-Innenpolitiker Wolfang Bosbach geht von einem Anschlag aus. Er sagte bei n-tv, vieles spreche dafür. Schließlich habe der Lkw den Weihnachtsmarkt nicht nur gestreift, sondern sei mitten hindurch gefahren. Außerdem seien wohl keine Bremsspuren entdeckt worden. Bosbach sagte auch, man könne in Deutschland nicht für hundertprozentige Sicherheit sorgen. Die Frage sei immer gewesen, nicht ob etwas passiert, sondern wann und wo.

+++ 22:57 Polizei: Keine Videos verbreiten +++
Die Polizei hat dazu aufgerufen, keine Videos vom Breitscheidplatz zu verbreiten. So schütze man Angehörige der Opfer.

*Datenschutz

 

+++ 22:50 Lkw-Besitzer: Es war nicht mein Fahrer +++
Der Besitzer des Lkws hat sich erneut im polnischen Fernsehen zu Wort gemeldet. Demnach sagte er TVN24, es sei zwar sein Lkw gewesen, aber nicht sein Fahrer. Zuvor hatte er gesagt, sein Cousin habe den Lkw gefahren. Er habe seit 16 Uhr aber keinen Kontakt mehr zu ihm gehabt. Der Lkw habe Stahlgestelle aus Italien transportiert und morgen in Berlin entladen werden sollen. Er gehe davon aus, dass der Lastwagen entführt worden sei.

+++ 22:39 Notfallnummer für Angehörige geschaltet +++
Für Angehörige ist eine Notfallnummer geschaltet worden: 030-54023111. Auch wer Hinweise zu dem mutmaßlichen Anschlag hat oder jemanden vermisst, soll diese Nummer wählen und nicht den Notruf, betonte die Polizei.

*Datenschutz

 

+++ 22:33 Müller: "Schock für uns" +++
Berlins Regierender Bürgermeister ist entsetzt. "Das ist ein Schock für uns alle", sagte Michael Müller am Breitscheidplatz. Er hoffe, dass sich die Befürchtung nicht bewahrheitet, dass es ein Anschlag war.

19b93bb574b92ec77f3de54a0e8c90b3.jpg

(Foto: dpa)

 

+++ 22:26 Polizei gibt Entwarnung am Breitscheidplatz +++
Die Polizei hat vorsichtig Entwarnung gegeben: In der Gegend rum um den Breitscheidplatz gebe es keine Gefahr mehr.

+++ 22:22 Generalbundesanwalt ermittelt +++
Der Generalbundesanwalt hat sich eingeschaltet und übernimmt die Ermittlungen.

+++ 22:19 Medien: Lkw gehörte polnischer Firma +++
Der Lkw soll einer polnischen Firma aus der Nähe von gehören. Polnische Medien berichten, der Fahrer sei ein Verwandter des Firmenbesitzers. Es sei möglich, dass dem ursprünglichen Fahrer der Lkw gestohlen wurde, hieß es.

5b41de037cd28485f604976341d613fd.jpg

(Foto: REUTERS)

+++ 22:15 De Maizière bietet Hilfe an +++
Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat den Sicherheitsbehörden in Berlin Unterstützung durch die Bundespolizei angeboten. Er stehe in "unmittelbarem und durchgehendem Austausch" mit den Sicherheitsverantwortlichen. "Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzen des schrecklichen Vorfalls."

+++ 22:03 Lkw-Fahrer offenbar festgenommen, Beifahrer tot +++
Bei dem Festgenommenen handelt es sich offenbar um den Fahrer, sagt die Polizei. Der Beifahrer sei tot.

+++ 21:56 Merkel: "Wir trauern um die Toten" +++
Es gibt eine erste Reaktion von Kanzlerin Merkel. "Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann", twitterte ihr Sprecher Steffen Seibert. Merkel sei mit dem Innenminister und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller in Kontakt.

+++ 21:40 Polizei warnt Bürger: Bleiben Sie zu Hause +++
Die Polizei hat die Berliner dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben und keine Gerüchte zu verbreiten. Außerdem rief sie dazu auf, ihr nur bei wichtigen Informationen zu twittern.

*Datenschutz

 

+++ 21:33 Verdächtige Person festgenommen +++
Laut Polizei ist eine verdächtige Person festgenommen worden. Es könnte sich um einen von zwei Männern handeln, die einen Lkw auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gelenkt haben. Der andere Mann wurde laut Polizei überwältigt. Er sei "inzwischen gestorben" heißt es bei der "Berliner Morgenpost". Die Todesursache noch unbekannt. Im Lkw hätten zwei Männer gesessen, der andere sei Richtung Tiergarten geflohen, wo er dann an der Siegessäule festgenommen wurde.

*Datenschutz

+++ 21:20 Neun Tote bestätigt, 50 Verletzte +++

In Berlin sind zwei Männer mit einem Lastwagen über einen Weihnachtsmarkt gerast und haben neun Menschen getötet und 50 verletzt. Die Polizei geht von einem Anschlag aus. Zumindest ein Täter soll sich auf der Flucht befinden. Die Tat ereignete sich am Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche nahe dem Bahnhof Zoo.

Quelle: ntv.de, hul/vpe/dpa/AFP