Politik

Süd- und Ostukraine zu gefährlich Deutsche sollen ausreisen

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Die Ukraine ist zu gefährlich, schätzt das Außenamt ein und empfiehlt Deutschen die Ausreise.

(Foto: AP)

Die Bundesregierung rät dringend von Reisen in den Osten und Süden der Ukraine ab. Deutsche, die sich dort aufhalten, sollten umgehend ausreisen. Auch auf der Krim könne Deutschen kein konsularischer Schutz mehr gewährt werden.

Gewalt in der Ukraine eskaliert. Das Auswärtige Amt in Berlin sieht sich gezwungen, seinen Bürgern zu raten, den Osten und Süden der Ukraine zu verlassen. "Deutschen Staatsangehörigen, die sich in diesen Landesteilen aufhalten, wird die Ausreise empfohlen", heißt es in den aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen des Außenamtes zur Ukraine. Bei der letzten Überarbeitung am Sonntag hatte das Ministerium lediglich "dringend abgeraten", in diese Gebiete zu reisen.

Die Lage in der östlichen und südlichen Ukraine sei "sehr angespannt", heißt es in den Reisehinweisen. Das Ministerium verweist darin auf die Besetzung staatlicher Einrichtungen durch Bewaffnete etwa in den Bezirken Donezk und Lugansk. Dort habe sich die Lage "nach Beginn der Anti-Terror-Operation der ukrainischen Sicherheitskräfte" gegen prorussische Separatisten nun "weiter verschärft". Zudem nannte das Ministerium die jüngsten gewaltsamen Ausschreitungen in der südlichen Stadt Odessa. Dort waren am Freitag bei Unruhen 42 Menschen ums Leben gekommen.

Kein konsularischer Schutz auf der Krim

Auch von Reisen auf die Krim werde dringend abgeraten. Die Halbinsel gehöre aus Sicht der Bundesregierung völkerrechtlich zwar weiterhin zur Ukraine, werde aber derzeit faktisch von Russland kontrolliert. Konsularischer Schutz könne deutschen Staatsangehörigen dort angesichts der aktuellen Lage derzeit nicht gewährt werden.

Es müsse davon ausgegangen werden, dass Medienvertreter besonders gefährdet seien, von separatistischen Kräften festgehalten oder festgenommen zu werden, hieß es auf der Internet-Seite des Auswärtigen Amts weiter.

Reisenden im gesamten Land werde dringend geraten, sich umsichtig zu verhalten und die Medienberichterstattung sowie die Reisehinweise aufmerksam zu verfolgen. Demonstrationen, Kundgebungsorte und Menschenansammlungen sollten gemieden werden.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa/rts