Politik

Frauen und Haushaltseinkommen Deutschland bildet Schlusslicht in Europa

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Frauen arbeiten nicht nur weniger, ihr Gehalt ist auch um rund 13 Prozent geringer.

(Foto: picture alliance / Andreas Arnol)

Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern erwirtschaften deutsche Frauen am wenigsten im Haushalt. Dies betrifft vor allem Mütter, die ihre Arbeitszeiten oft reduzieren müssen. Deutschland liegt bei diesem Vergleich in Europa nur im Mittelfeld.

Frauen in Deutschland tragen nach einer OECD-Studie im europäischen Vergleich am wenigsten zum Haushaltseinkommen bei. Mütter fühlten sich durch starre Öffnungszeiten von Schulen, Kindergärten und Kitas gezwungen, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf eine umfangreiche Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).

Die Studie befasst sich dem Bericht zufolge unter anderem mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Frauen in Deutschland arbeiten demnach häufiger in Teilzeit als Frauen in anderen Ländern - allerdings oft unfreiwillig. Zwar investiere der deutsche Staat deutlich mehr als früher in frühkindliche Betreuung, Bildung und Erziehung und liege inzwischen über dem OECD-Durchschnitt. Trotzdem bleibe Deutschland in Europa das Schlusslicht beim Beitrag von Frauen zum Haushaltseinkommen.

Der durchschnittliche Anteil bei Paaren mit Kindern beträgt in Deutschland 22,4 Prozent, in Dänemark beispielsweise 42 Prozent, berichtet das Magazin unter Berufung auf die OECD-Studie. Kritisch vermerkt die Studie demnach auch, dass Frauen im Jahr 2013 bei einer Vollzeitbeschäftigung 13,4 Prozent weniger verdienten als Männer. Ein weiteres Ergebnis: In den alten Bundesländern ist der Großteil der Bevölkerung der Auffassung, dass Mütter - wenn überhaupt - nur in Teilzeit arbeiten sollten.

Quelle: ntv.de, vni/AFP