Politik

"Sehr weise Entscheidung" Donald Trump lobt Kim Jong Un

RTX2ZJHQ.jpg

US-Präsident Donald Trump schickt eine versöhnliche Botschaft an Nordkorea.

(Foto: REUTERS)

Nach dem Säbelrasseln der vergangenen Tage sendet Nordkoreas Machthaber Kim Zeichen der Entspannung nach Washington - und der US-Präsident reagiert gönnerhaft: Der Diktator habe diesen Schritt "gut durchdacht", so Trump. Dann legt er eine weitere Warnung nach.

US-Präsident Donald Trump hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gelobt. "Er hat eine sehr weise und gut durchdachte Entscheidung getroffen", twitterte Trump - und bezog sich damit auf Nordkoreas vorerst zurückgestellte Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam. Trump fügte hinzu: "Die Alternative wäre sowohl katastrophal als auch inakzeptabel gewesen!" Es war die erste Reaktion Trumps auf die Ankündigung Kim Jong Uns. Dass die USA sich überhaupt lobend über Nordkorea äußern, kommt so gut wie nie vor.

Kim hatte nach Beratungen mit seinen Generälen über die Angriffspläne gesagt, er wolle das "dumme und blöde Verhalten der Yankees" noch etwas beobachten. Die erheblichen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA hatten daraufhin ein wenig nachgelassen, begleitet auch von diplomatischen Bemühungen und Druck Chinas.

Außenminister Rex Tillerson hatte am Dienstag erklärt, die US-Regierung sei "weiterhin" an einem Dialog mit Nordkorea interessiert. Es liege an Kim Jong Un, wann Verhandlungen beginnen könnten. "Wir sind weiterhin interessiert daran, Wege zu einem Dialog zu finden."

Bedingungen für Verhandlungen

Auch Verteidigungsminister James Mattis signalisierte Verhandlungsbereitschaft. Als Bedingung dafür nannte er aber Belege für den guten Willen Nordkoreas, etwa die "sofortige Einstellung von Provokationen, Atomwaffentests, Raketentests und anderen Rüstungstests". Er wisse nicht, ob Kim in dieser Hinsicht Entscheidungen getroffen habe, sagte Tillerson.

Die Führung in Pjöngjang verlangt von den USA ihrerseits den Verzicht auf gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea. Nordkorea und die USA hatten die gegenseitigen Drohungen im Atomstreit zuletzt immer weiter verschärft. US-Präsident Donald Trump hatte gewarnt, die USA würden "mit Feuer und Zorn" auf neuerliche Raketentests reagieren.

Quelle: ntv.de, jug/dpa/AFP