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Weitere Zeugen verhört Erdogan kündigt Erklärung zu Khashoggi an

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Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kündigt an, am Dienstag eine umfassende Erklärung zum Mordfall Khashoggi abgeben zu wollen.

(Foto: AP)

Die Türkei vernimmt im Mordfall Khashoggi weitere Zeugen. Wenig später verspricht der türkische Präsident Erdogan: Am Dienstag will er die "ganze Wahrheit" zum Tod des saudi-arabischen Journalisten enthüllen.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will in der kommenden Woche eine ausführliche Erklärung zum Tod des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi abgeben. Er werde am Dienstag vor seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP darüber sprechen, sagte Erdogan. "Weil wir suchen Gerechtigkeit", sagte Erdogan. Die ganze Wahrheit werde ans Licht kommen. "Warum sind 15 Menschen hierher gekommen? Warum sind 18 Menschen verhaftet worden? Das muss mit allen Details erklärt werden." Er werde dazu am Dienstag "ins Detail" gehen, so Erdogan.

Zuvor hatte der türkische Nachrichtensender NTV berichtet, dass die türkischen Behörden weitere Zeugen verhört haben sollen, um den Tod Khashoggis aufzuklären. 25 Personen seien zur Aussage vorgeladen worden, hieß es in dem Bericht. Um wen es sich genau handelte, ist nicht bekannt.

Bereits am Freitag soll laut NTV die türkische Polizei 20 Zeugen zum Tod Khashoggis verhört haben. Der Vize-Vorsitzende der türkischen Regierungspartei AKP, Numan Kurtulmus, mahnte derweil erneut zur Geduld. Sobald die Ermittlungen abgeschlossen seien, würden die Ergebnisse veröffentlicht, sagte er in einem Interview mit dem Sender CNN Türk.

Der regimekritische Journalist Khashoggi hatte das saudische Konsulat in Istanbul am 2. Oktober betreten, um Papiere abzuholen und war nicht mehr herausgekommen. Türkische Medien zufolge ist auf Tonaufnahmen zu hören, wie er im Konsulat gefoltert und dann getötet wurde.

Ermittler gehen davon aus, dass er von einem 15-köpfigen aus Saudi-Arabien angereisten Kommando getötet wurde. Die saudische Führung hatte den Tod Khashoggis erst in der Nacht zu Samstag eingeräumt, dies aber als spontane Tat im Zuge einer handgreiflichen Auseinandersetzung dargestellt. 18 saudische Staatsangehörige wurden festgenommen.

Quelle: n-tv.de, kpi/dpa

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