Politik

Großbritannien kurz vor Öffnung Expertin: Lockerungen gießen Öl ins Feuer

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Ab dem 17. Mai dürfen Pubs auch ihre Innenräume wieder öffnen.

(Foto: dpa)

Eigentlich soll in Großbritannien in wenigen Tagen der Ausstieg aus dem Lockdown beginnen. Nun jedoch breitet sich dort die in Indien entdeckte Corona-Mutante immer weiter aus. Experten fordern deshalb, mit der geplanten Lockerung zu warten.

Wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Corona-Variante in Großbritannien fordern Experten einen langsameren Ausstieg aus dem Lockdown als bisher geplant. Die Untervariante B.1617.2 dominiert nun in fünf der sechs Gebiete, wo zuletzt der höchste Anstieg von Neuinfektionen registriert wurde, wie die Zeitung "The Telegraph" berichtete. Landesweit gebe es mehr als 1700 Fälle, das ist dreimal mehr als der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) vorige Woche registriert hatte.

Premierminister Boris Johnson zeigte sich "besorgt". "Wir wollen sicherstellen, dass wir jetzt überlegt und vorsichtig handeln", sagte Johnson bei einem Besuch in Nordengland. "Es gibt eine Reihe von Dingen, die wir tun könnten, wir schließen nichts aus." Noch im Laufe des Tages soll eine wissenschaftliche Beratungsgruppe der Regierung zusammenkommen.

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Expertin Christina Pagel vom University College London warnte, die von nächstem Montag an geplanten Corona-Lockerungen würden Öl ins Feuer gießen. Vom 17. Mai an dürfen Restaurants und Pubs ihre Innenräume öffnen, Auslandsreisen sind - wenn auch nur in wenige Länder - wieder erlaubt, außerdem dürfen sich bis zu sechs Menschen oder zwei Haushalte in geschlossenen Räumen treffen. Johnson hatte die Lockerungen erst am Montag bestätigt.

Ein Regierungssprecher betonte nun, die Daten lieferten keine Hinweise darauf, dass die "Roadmap" verschoben werden oder regional Einschränkungen eingeführt werden müssten. Die Lage werde aber genau beobachtet. Zur Debatte steht auch, die Aufhebung aller Corona-Restriktionen, die Johnson für den 21. Juni anpeilt, vorerst nach hinten zu verschieben oder einige Maßnahmen auch über dieses Datum hinaus in Kraft zu lassen.

Quelle: ntv.de, lri/dpa

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