Politik

Studie aus NRW Glyphosat in Kinder-Urin nachgewiesen

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In Deutschland kommt das Mittel auf etwa 30 bis 40 Prozent der Ackerflächen zur Anwendung.

(Foto: imago/Christian Ohde)

Das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat ist bei einer Studie in Nordrhein-Westfalen im Urin zahlreicher Kita-Kinder nachgewiesen worden. Nach der vom Landesumweltamt NRW vorgelegten Untersuchung lag der Stoff bei 63 Prozent der 250 untersuchten Kinder oberhalb der Bestimmungsgrenze von 0,1 Mikrogramm je Liter. Bei 157 Kindern betrug die Konzentration im Mittel 0,26 Mikrogramm je Liter.

Der Wert liegt allerdings weit unter dem EU-Grenzwert für die tägliche Aufnahme des Stoffes. Gesundheitliche Auswirkungen seien daher unwahrscheinlich, so die Studie.

Glyphosat ist noch bis zum 30. Juni in der EU zugelassen. Derzeit streiten die EU-Mitgliedsstaaten über eine Verlängerung, da das Pflanzengift im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Können sich die EU-Staaten nicht einigen, muss die EU-Kommission am Ende entscheiden.

Quelle: ntv.de, dpa/aks

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