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RTL/n-tv Trendbarometer Grüne kommen der Union immer näher

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Mit den Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck erleben die Grünen einen Höhenflug in den Umfragen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im RTL/n-tv Trendbarometer schrumpft der Abstand zwischen Grünen und der Union. Mit Blick auf die Kanzlerfrage liegt ein Schluss nahe: Die Schwäche von CDU/CSU dürfte mit der noch recht neuen Vorsitzenden Kramp-Karrenbauer zusammenhängen.

Der Abstand zwischen beliebtester und zweitbeliebtester Partei im RTL/n-tv Trendbarometer schmilzt auf sieben Prozentpunkte: Wenn am kommenden Sonntag Wahlen wären, würden nur noch 27 Prozent die Union wählen - der bisher schlechteste Wert im Jahr 2019 und ein Punkt schwächer als in der Vorwoche. Die Grünen kommen dagegen wieder auf 20 Prozent. Zum Vergleich: Zu Beginn des Jahres 2019 betrug der Abstand zwischen Union und Grünen noch 13 Prozent.

Die Sozialdemokraten kommen wie in der Vorwoche auf 17 Prozent. So stark war die Partei in diesem Jahr bisher nicht. Zwischen Grünen und SPD liegen dennoch derzeit drei Prozentpunkte. Die FDP fällt leicht auf 8 Prozent, die Linkspartei legt etwas zu auf 9 Prozent, die AfD bleibt bei 13 Prozent.

Die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag wären bei einem solchen Wahlausgang ungewiss. Die bisherige Große Koalition wäre abgewählt. Knapp reichen könnte es dann für ein schwarz-grünes Bündnis. Aber auch Grün-Rot-Rot liegt mit diesen Umfragewerten in der Nähe einer regierungsfähigen Mehrheit.

Scholz könnte gegen AKK Chancen haben

In der Kanzlerfrage setzt sich die Schwäche von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer fort. Würde die SPD Kramp-Karrenbauer die Vorsitzende Andrea Nahles gegenüberstellen, sähe es finster aus. Im Fall einer fiktiven Direktwahl stimmten 30 Prozent für Kramp-Karrenbauer, 13 Prozent für Nahles. Da hilft es auch nicht, dass in dieser Konstellation AKK seit Jahresbeginn satte 17 Punkte verloren hat.

Aussichtsreicher wäre dagegen ein SPD-Kandidat Olaf Scholz. Für ihn würden sich immerhin 23 Prozent der Befragten entscheiden. Für die CDU-Chefin könnten sich dann nur noch 26 Prozent erwärmen. Auch hier hat sich der Abstand zwischen AKK und Scholz seit Jahresanfang extrem verringert von einst 20 Punkten auf nun nur noch drei (in der Vorwoche lag der Abstand bereits bei nur noch zwei Punkten).

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Quelle: n-tv.de, jog

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