Politik

Dresdner Rede schadet Budget Höcke kostet AfD mehrere Spender

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Für seine Dresdner Rede entschuldigte sich Höcke später.

(Foto: imago/Jens Jeske)

Die umstrittene Rede des Thüringer AfD-Landesvorsitzenden Höcke kommt die AfD wohl teuer zu stehen. Laut einem Medienbericht wenden sich mehrere Großspender von der Partei ab. Das Budget für den Bundestagswahlkampf fällt damit deutlich geringer aus.

Der Fall Björn Höcke wird für die Alternative für Deutschland (AfD) zum Kostenfaktor. Nach der Rede mit Bezug auf die NS-Verbrechen entgehen der Partei hohe Summen für das Wahlkampfbudget, berichtet die "Lausitzer Rundschau". Der sächsische Landesverband habe durch den Thüringer Landesvorsitzenden Höcke etliche Großspender verloren, klagte Generalsekretär Uwe Wurlitzer bei einer Parteiveranstaltung.

"Insgesamt kostet uns die Veranstaltung deutlich über 100.000 Euro", wird Wurlitzer zitiert. Dieser Betrag fehlt jetzt für den Bundestagswahlkampf. Ende Januar hatte die sächsische AfD die Summe von 600.000 Euro als Budget festgesetzt. Laut Generalsekretär Wurlitzer habe die Partei bereits gebuchte Säle verloren und sich deshalb zwei große Zelte kaufen müssen, um ihre Wahlkampfveranstaltungen überhaupt durchführen zu können.

Bei der Parteiversammlung mit rund 90 Teilnehmern wurde Höcke laut "Lausitzer Rundschau" heftig kritisiert. Es sei "entsetzlich, dass Björn in unserer 1000-jährigen Geschichte immer nur diese zwölf Jahre thematisiert", sagte Wurlitzer in Anspielung auf die Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland.

Höcke hatte im Januar mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin gesagt: "Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat." Er erntete damals empörte Reaktionen, die er später als "bösartige und bewusst verleumdende Interpretationen" zurückwies.

Die Bundesspitze der AfD hatte sich nach dem Eklat in Dresden für den Parteiausschluss des thüringischen Landeschefs ausgesprochen. Höcke hatte dort unter anderem eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad gefordert. Das Ergebnis der Abstimmung steht noch aus.

Quelle: n-tv.de, jgu

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