Politik

Abgeschlagener Kopf mit Zigarette IS-Henker enthauptet aufgefunden

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Der IS kontrolliert große Teile von Syrien und dem Irak. Die Terrormiliz hat sich den Siegeszug mit äußerster Brutalität geebnet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Leiche eines mutmaßlichen Henkers des "Islamischen Staates" in Syrien gibt Rätsel auf: Handelt es sich um eine symbolische Racheaktion? Dafür spricht jedenfalls der Zustand der sterblichen Überreste.

Ein Henker der Extremistenmiliz Islamischer Staat ist nach Informationen von Beobachtern selbst enthauptet worden. Bei dem Toten handele es sich um einen Ägypter, der eine führende Rolle in der Polizei des IS in Syrien gespielt habe, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Er habe früher selbst Enthauptungen vorgenommen.

Die Leiche des Mannes sei mit Folterspuren in der Nähe eines Kraftwerkes der Stadt Al-Majadin in der Provinz Deir Ez-Zor gefunden worden, teilte die Beobachtergruppe mit, die mit Hilfe eines Informantennetzes Angaben über Opfer des Krieges in Syrien sammelt. Ob der Mann vom IS selbst, anderen Kämpfern oder Einwohnern getötet wurde, ist unklar. Dem abgeschlagenen Kopf sei eine Zigarette in den Mund gesteckt worden. Einwohner berichteten, die IS-Extremisten hätten in den von ihnen kontrollierten Gebieten das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten.

Der IS hat große Teile Syriens und Iraks unter seine Kontrolle gebracht und dort ein Kalifat ausgerufen. Die sunnitischen Extremisten haben viele Menschen umgebracht oder versklavt, die sie als Ungläubige ansehen. Dazu gehören neben Christen auch Anhänger anderer muslimischer Glaubensrichtungen wie die Schiiten.

Quelle: ntv.de, nsc/rts