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"Armut ist kein Antrieb" IS-Rekruten sind sehr gut gebildet

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Rekruten für den IS sind in der Regel gebildeter als der Durchschnitt ihrer jeweiligen Landsleute sein.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eine Studie revidiert das Bild vom Anhänger des Islamischen Staates. Es stellt sich heraus: Nur wenige der Terroristen haben keine Schulausbildung. Viele haben sogar einen Uniabschluss. Selbstmordattentäter sind häufig besonders gebildet.

Rekruten für die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS) sind einer neuen Studie der Weltbank zufolge in der Regel gebildeter als der Durchschnitt ihrer jeweiligen Landsleute. Fast ohne Ausnahme verfügen sie demnach bei ihrem Beitritt zu der vor allem in Syrien und dem Irak tätigen Organisation über ein höheres Bildungsniveau. "Armut ist kein Antrieb für eine Radikalisierung hin zu gewalttätigem Extremismus", heißt es in der Studie. Diejenigen, die sich als Selbstmordattentäter anböten, rangierten sogar in der Gruppe der Gebildeteren.

Von den 3800 Rekruten aus einem an die Öffentlichkeit gelangten Datenbestand schlossen nur 17 Prozent nicht die Oberschule ab, ein Viertel verfügte über eine Hochschuldbildung. Nur die IS-Anwärter aus Osteuropa lägen unter dem Durchschnitt, heißt es in der Studie mit dem Titel "Wirtschaftliche und soziale Inklusion zur Vorbeugung von gewalttätigem Extremismus". Nur zwei Prozent seien Analphabeten.

Die meisten der 331 Rekruten hatten einen Job, bevor sie aus aller Welt anreisten, um sich dem Islamischen Staat anzuschließen. Bei denjenigen, die sich für Selbstmordanschläge bewarben, gab es allerdings viele, die zuvor arbeitslos oder beim Militär waren.

Quelle: n-tv.de, fma/AFP

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