Politik

Schon mehr als 51.000 Mitglieder Immer mehr Bürger werden grün

281010BER001_281010BER001.jpg8057689049634448647.jpg

Die Grünen hatten vor dem Brandenburger Tor in Berlin ein Public Viewing zum Bundestagsbeschluss über die Laufzeitverlängerung ermöglicht.

(Foto: dapd)

"Grün ist die Farbe der Saison", schreibt vor wenigen ein Gastroführer und glaubt den Trend entdeckt zu haben. Gemeint ist das Grün in Bars und auf Speisekarten. Dass Grün auch in der Politik die Farbe der Saison ist, belegen aktuelle Umfragen. Zudem treten immer mehr Bundesbürger der Partei bei.

Der Mitgliederzuwachs bei den Grünen geht unvermindert weiter. Die Partei hat nun die Schwelle von 51.000 übersprungen. "Am Donnerstag waren es 51.033 Mitglieder", sagte Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke in Berlin. Im Schnitt kämen täglich knapp 20 Mitglieder auf Bundesebene dazu, in Ländern und Kommunen dürften es noch einmal so viele sein. Der kontinuierliche Zuwachs habe vor zwei Jahren begonnen, ab Anfang 2009 sei er intensiver geworden. "In den vergangenen fünfeinhalb Wochen haben wir 1000 neue Mitglieder hinzugewonnen."

Nach der letzten Forsa-Umfrage würden die Grünen im Falle einer jetzt anstehenden Bundestagswahl besser als die Sozialdemokraten abgeschneiden: mit 24 Prozent stehen sie einen Punkt besser als die SPD und übertrumpfen die Sozialdemokraten damit die vierte Woche in Folge.

Grüne erheben Führungsanspruch

Angesichts ihrer Rekordumfragewerte sehen sich die Grünen gleichauf mit Union und SPD und melden bundespolitischen Führungsanspruch an. Die Bundesvorsitzende Claudia Roth zeigte die ehrgeizigen Ziele für das Wahljahr 2011 auf, darunter Siege bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Berlin. Einem schwarz-grünen Bündnis auf Bundesebene erteilten Roth und die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Renate Künast, eine Absage. Ein weiteres Ziel sei der Einzug in die Landtage von Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, in denen die Partei bisher nicht vertreten ist.

 

Lesen Sie auch den n-tv.de Parteien-Check:

Teil 3: Die Grünen

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa

Mehr zum Thema