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Erste Einheiten erreichen Tigris Iraks Armee rückt in Mossul weiter vor

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Irakische Spezialeinheiten sind bereits am Sonntag bis zum Tigris vorgerückt.

(Foto: REUTERS)

Der Druck auf die Terrormiliz Islamischer Staat in ihrer letzten Hochburg im Irak nimmt weiter zu. Einheiten der irakischen Armee können zwei weitere Bezirke Mossuls unter ihre Kontrolle bringen.

Irakische Elitetruppen rücken in der IS-Hochburg Mossul weiter vor. Im Südosten der Millionenstadt seien zwei Bezirke zurückerobert worden, sagte ein Militärsprecher. Verlangsamt werde das Vorrücken durch die Taktik des IS, Zivilisten als Schutzschilde zu benutzen. Die Kämpfer versteckten sich in Familien. Zivilisten, die fliehen wollten, würden von den Kämpfern der Extremistenmiliz IS erschossen. Aufgegebene Gebiete würden von den IS-Kämpfern unter schweren Beschuss genommen. Am Sonntag hatten irakische Eliteeinheiten erstmals das Ostufer des Tigris erreicht. Der Fluss teilt die nordirakische Stadt.

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Durch die zuletzt verstärkten Kämpfe ist UN-Angaben zufolge die Zahl ziviler Opfer angestiegen. In den vergangenen zwei Woche seien rund 1500 Menschen in Krankenhäuser in den kurdisch kontrollierten Gebieten außerhalb der Stadt gebracht worden.

Die Kämpfe zwingen nach UN-Angaben pro Woche Tausende Menschen in die Flucht. Seit Beginn der Armee-Offensive gegen den IS im vergangenen Oktober seien fast 136.000 Menschen aus der Stadt und ihrer Umgebung geflohen, teilte das UN-Büro zur Koordinierung humanitärer Hilfe in Genf mit.

Gleichzeitig begrüßte der Sprecher des UN-Büros, Jens Laerke, die Spendenbereitschaft der Geberländer für die notleidenden Menschen aus Mossul. Die Geber hätten 96 Prozent der benötigten Summe von 273 Millionen US-Dollar für humanitäre Hilfe bereitgestellt. Mit dem Geld wollen die UN und ihre Partnerorganisationen 2017 Lebensmittel, Medikamente, Unterkünfte und andere Güter finanzieren.

Die irakische Armee will den IS in "einigen Tagen" vollständig aus dem Ostteil der Stadt Mossul verdrängt haben. Elite-Einheiten der irakischen Armee seien dabei, das Universitäts-Viertel von Mossul am Ostufer des Tigris zu umzingeln, sagte Generalleutnant Abdulgani al-Assadi am Montag.

Quelle: n-tv.de, bdk/rts/epd/AFP

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