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Verdacht auf Dieselschmuggel Iran setzt erneut Tanker bei Hormus fest

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Ein Luftbild der "Stena Impero" - der Öltanker wurde bereits im Juli beschlagnahmt.

(Foto: imago images / Xinhua)

Im Konflikt mit dem Iran bahnt sich eine weitere Verschärfung an. Die islamische Republik beschlagnahmt laut Medienberichten einen weiteren mit Treibstoff beladenen Tanker in der Straße von Hormus.

Die iranischen Revolutionsgarden haben im Persischen Golf erneut ein Schiff festgesetzt. Der Besatzung werde vorgeworfen, sie habe 250.000 Liter Diesel in die Vereinigten Arabischen Emirate schmuggeln wollen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Insa. Die Crew sei den iranischen Behörden übergeben worden. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Fars soll das Schiff unter saudischer Flagge gefahren sein.

Die Teheraner Führung liegt derzeit bereits mit der Londoner Regierung über Kreuz, nachdem der Iran im Juli den britischen Öltanker "Stena Impero" im Golf festgesetzt hatte. Mit einer baldigen Freigabe des Schiffes wird bereits gerechnet.

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Vor der Festsetzung der "Stena Impero" hatte die britische Marine ihrerseits einen iranischen Tanker vor Gibraltar mit der Begründung aufgebracht, er habe iranisches Öl entgegen EU-Sanktionen nach Syrien transportieren wollen. Das iranische Schiff wurde Anfang August wieder freigegeben.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Seestraßen der Welt. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Indischen Ozean. Ein Großteil des globalen Ölexports wird durch die Meerenge verschifft. Die Spannungen in der Region hatten sich in den vergangenen Monaten immens verschärft. Die Handelsschifffahrt wurde in den Konflikt zwischen den USA und dem Iran hineingezogen. Für die jüngsten Angriffe auf saudiarabische Ölanlagen machen die USA die Islamische Republik verantwortlich. Sie weist das zurück.

Quelle: n-tv.de, mba/rts/dpa

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