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Brandballons in Küstennähe Israel begrenzt Fischereizone vor Gaza

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Erst am Dienstag hatte Israel die Fischereizone auf knapp 28 Kilometer ausgedehnt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der schlimmste Gewaltausbruch rund um den Gazastreifen seit fünf Jahren ist zweieinhalb Wochen her, die Angst regiert aber weiter. Israel reagiert nun auf die zunehmende Gefahr durch mit Sprengsätzen bestückte Ballons.

Wegen des Einsatzes von Ballons mit Sprengsätzen aus dem Gazastreifen hat Israel die Fischereizone vor dem Küstengebiet wieder eingeschränkt. Fischer dürften nur noch knapp 19 Kilometer weit aufs Meer fahren, teilte die Behörde Cogat mit.

Seit rund einem Jahr schicken militante Palästinenser immer wieder Ballons mit brennenden Stofffetzen und nach Angaben der Armee auch mit Sprengsätzen nach Israel, wo sie zahlreiche Feuer ausgelöst haben. Erst am Dienstag hatte Israel die Fischereizone auf knapp 28 Kilometer ausgedehnt.

TV: sechsmonatige Waffenruhe

Vor zweieinhalb Wochen war es zum schlimmsten Gewaltausbruch aus dem Gazastreifen seit fünf Jahren gekommen. Militante Palästinenser hatten rund 700 Raketen auf Israel abgefeuert, Israels Armee griff daraufhin Ziele im Gazastreifen an. Vier Israelis und 25 Palästinenser wurden getötet. Die Lage beruhigte sich, nachdem mit ägyptischer Hilfe eine Waffenruhe ausgehandelt worden war.

Das israelische Fernsehen berichtete, Israel und die Hamas hätten sich auf eine langfristige Waffenruhe von sechs Monaten geeinigt. Beide Seiten wiesen den Bericht allerdings zurück.

Israel hat vor mehr als zehn Jahren eine Blockade über das Küstengebiet verhängt, die von Ägypten mitgetragen wird. Beide Seiten begründen die Maßnahme mit Sicherheitsinteressen. Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas wird von der EU, den USA und Israel als Terrororganisation eingestuft. In dem Küstenstreifen leben rund zwei Millionen Palästinenser unter schwierigen Bedingungen.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa

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