Politik
Mustafa Badreddine soll für das tödliche Attentat auf den ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri mitverantwortlich  sein.
Mustafa Badreddine soll für das tödliche Attentat auf den ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri mitverantwortlich sein.(Foto: AP)
Freitag, 13. Mai 2016

Luftangriff in Syrien: Israel tötet Hisbollah-Kommandeur

Seit 1982 kämpft Mustafa Badreddine für die Schiitenmiliz Hisbollah. Als der frühere libanesische Ministerpräsident Hariri 2005 bei einem Anschlag ums Leben kommt, wird Badreddine dafür verantwortlich gemacht. Nun stirbt er bei einem israelischen Luftangriff.

Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hat den Tod ihres Militärkommandeurs in Syrien bestätigt. Mustafa Badreddine sei "heute als Märtyrer nach Syrien zurückgekommen", hieß es in einer von dem Fernsehsender "Al-Manar" verbreiteten Erklärung der Hisbollah. Demnach ist Badreddine bereits zu Beginn der Woche bei einem israelischen Luftangriff gestorben. Die Hisbollah und der Iran unterstützen die Führung in Damaskus im syrischen Bürgerkrieg.

Badreddine soll an den meisten Operationen der Miliz seit 1982 teilgenommen gehaben. Wegen seiner Beteiligung an Bombenattentaten 1983 in Kuwait wurde er zum Tode verurteilt, konnte aber nach dem Einmarsch des irakischen Machthabers Saddam Hussein 1990 in Kuwait aus dem Gefängnis entkommen.

Der 55-Jährige ist zudem einer der fünf Hisbollah-Mitglieder, die für den Tod des ehemaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri verantwortlich gemacht werden. Bei dem Bombenattentat am 14. Februar 2005 in Beirut waren außer dem anti-syrischen Politiker Hariri 22 weitere Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Anschlag wurde Badreddine vor dem von den Vereinten Nationen unterstützten Sondertribunal für den Libanon angeklagt.

Unterstützer von Baschar al-Assad

Viele Libanesen machten das Nachbarland Syrien für den Anschlag auf Hariri verantwortlich, auch nach Einschätzung einer UN-Untersuchungskommission gibt es Hinweise auf eine syrische Beteiligung. Die Regierung in Damaskus bestreitet die Vorwürfe.

Kurz nach dem Anschlag zog das unter Druck geratene Syrien seine zu Beginn des libanesischen Bürgerkriegs 1975 bis 1990 im Nachbarland anwesenden Soldaten aus dem Libanon ab. Seit Beginn des Krieges in Syrien konzentriert der militärische Arm der Hisbollah seine Kräfte auf die Unterstützung der Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Quelle: n-tv.de