Politik

Werden die Maßnahmen verlängert? Kanzleramtsminister hat noch keine Antwort

105864efebe24fd4a1af49a8fa6947db.jpg

Krankentransport eines Corona-Patienten in Mühlheim. Noch hat das Gesundheitssystem Kapazitäten.

(Foto: dpa)

In Deutschland gelten drastische Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wie lange dies noch so sein wird, hängt laut Kanzleramtsminister Braun von einer entscheidenden Frage ab: Wie tragfähig ist das Gesundheitssystem?

Die Dauer der Kontaktbeschränkungen zur Abwehr des Coronavirus richten sich nach den Worten von Kanzleramtsminister Helge Braun nach der Tragfähigkeit des Gesundheitssystems. Dieses dürfe nicht überfordert werden, erklärte der CDU-Politiker im ZDF. "Der essenziellste Maßstab ist wirklich, dass jeder, der bei uns so krank wird, dass er eine stationäre Behandlung braucht, die auch gut bekommt."

Der Bund werde mit den Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch noch einmal beraten. Ein wesentlicher Teil der Maßnahmen sei schon am 12. März in Kraft gesetzt worden und gelte in den Bundesländern zum Teil bis zum 20. April. Auf die Frage, ob die Maßnahmen darüber hinaus verlängert werden könnten, sagte er: "Das können wir noch nicht sagen."

Vor Beginn der Maßnahmen verdoppelte sich die Zahl der Infektionsfälle nach Brauns Angaben alle drei Tage, jetzt sind es ihm zufolge etwa sechs Tage. "Wir brauchen 10, 12 oder 14 Tage", sagte er. "Dann hätten wir erstmal den Punkt erreicht, dass unser Gesundheitssystem nicht überfordert wird."

Generell gelte: "Wenn wir irgendwann über Lockerungen dieser Maßnahme reden, dann müssen wir natürlich das nicht ersatzlos tun. Sondern wir müssen uns dann überlegen: Was haben wir noch an zusätzlichen Möglichkeiten, um im öffentlichen Raum auch Infektionen zu verhindern?"

Quelle: ntv.de, ghö/dpa