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Genehmigung vom Außenministerium Khashoggi-Mörder wohl in USA ausgebildet

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In der saudischen Botschaft in Istanbul wurde der Journalist Khashoggi ermordet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für den Mord am regierungskritischen Journalisten Khashoggi ist ein saudi-arabisches Spezialkommando verantwortlich. Nun kommen brisante Details an Licht: Laut einem Medienbericht haben vor der Tat einige der Täter eine Sonderausbildung in den USA genossen.

Einige Mitglieder der Sondereinsatztruppe, die den regierungskritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi ermordet hat, haben laut einem Bericht der "Washington Post" eine Ausbildung in den USA erhalten. Das hätten Gespräche mit mehr als einem Dutzend Quellen in den USA und Saudi-Arabien ergeben.

Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat demnach mehrere US-Behörden darüber informiert, dass einige dieser Spezialausbildungen womöglich in dem Unternehmen Tier 1 Group im Bundesstaat Arkansas erfolgt seien, das eine entsprechende Genehmigung des US-Außenministeriums gehabt habe. "Das Training fand vor dem Khashoggi-Zwischenfall statt", hob die "Post" hervor. Nach dem Mord an dem Regierungskritiker habe es keine solcher Ausbildung für saudi-arabische Agenten mehr gegeben. Auch andere Austauschprogramme zwischen den USA und Saudi-Arabien im Sicherheitsbereich seien ausgesetzt worden.

Khashoggi, der als Kolumnist für die "Washington Post" gearbeitet hatte, war am 2. Oktober in Saudi-Arabiens Konsulat in Istanbul von einem extra angereisten Kommando aus 15 saudia-rabischen Agenten ermordet worden. Unter internationalem Druck räumte Riad nach wochenlangen Dementis schließlich ein, dass der Regierungskritiker bei einem missglückten Einsatz zu seiner Festnahme getötet worden sei. In Saudi-Arabien müssen sich seit Anfang Januar elf Verdächtige wegen des Mordes verantworten.

Khashoggi sollte nur entführt werden

Viele Fragen in dem Fall sind weiter ungeklärt, etwa die Rolle von Saudi-Arabiens mächtigem Kronprinzen Mohammed bin Salman. Die Angaben in der "Washington Post" basieren auf den Aussagen eines Saudis, der ein Abhörprotokoll von Khashoggis Ermordung in dem Istanbuler Konsulat gelesen habe. Dieses enthalte Hinweise, dass ursprünglich geplant gewesen sei, Khashoggi nach Saudi-Arabien zu entführen und dort zu inhaftieren.

Die Zeitung schilderte weiter, in dem Istanbuler Konsulat sei Khashoggi eine Injektion verabreicht worden, wahrscheinlich ein starkes Betäubungsmittel. Danach sei ihm ein Sack über den Kopf gezogen worden. Khashoggi habe gerufen: "Ich kann nicht atmen, ich habe Asthma. Tun Sie das nicht." Bald darauf sei der Regierungskritiker gestorben, heißt es in dem Zeitungsbericht.

Geräusch weist auf elektrische Säge hin

In dem Bericht wird außerdem dargelegt, dass die Mitschrift auf ein brummendes Geräusch verweise. Dabei habe es sich möglicherweise um eine elektrische Säge gehandelt, mit der Khashoggis Leiche zerstückelt worden sei.

Nachdem die CIA den US-Senat über ihre Erkenntnisse über den Fall Khashoggi informiert hatte, hatte die Parlamentskammer eine Resolution verabschiedet, in der sie Kronprinz Mohammed für Khashoggis Tod verantwortlich macht. US-Präsident Donald Trump weigerte sich jedoch, öffentlich Stellung gegen den mächtigen Mann seines wichtigen Verbündeten zu beziehen.

Quelle: n-tv.de, mba/AFP

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