Politik

Soldat Franco A. sammelte Namen Linken-Abgeordnete steht auf Terrorliste

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Anne Helm sitzt seit 2016 für die Linke im Berliner Abgeordnetenhaus.

(Foto: Wikipedia/Anne Helm)

Der festgenommene Bundeswehrsoldat Franco A. führte offenbar eine Terrorliste. Darauf soll er Namen möglicher Anschlagsopfer gesammelt haben. Eines seiner potenziellen Opfer ist die Berliner Linken-Politikerin Anne Helm.

Die Berliner Linken-Abgeordnete Anne Helm stand nach eigenen Angaben auf einer Liste des terrorverdächtigen Oberleutnants Franco A. Darüber habe sie das Landeskriminalamt informiert, schrieb die Landespolitikerin auf Twitter.

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Die Berliner Polizei konnte dazu nichts sagen. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet, dass der festgenommene Bundeswehrsoldat mit rechtsextremem Hintergrund eine Liste mit möglichen Anschlagsopfern geführt haben soll.

Der Zeitung "Tagesspiegel" sagte Helm, sie habe bereits zuvor Gewalt- und Morddrohungen bekommen, "aber das ist eine andere Qualität". Sie wolle sich zwar nicht einschüchtern lassen, doch die Tatsache, dass ihr Name auf einer Anschlagsliste stehe, sei beunruhigend. "Das kann der nächste Schritt sein, solche Drohungen in die Tat umzusetzen", so die Linke-Politikerin.

Nachdem Helm 2014 öffentlich gegen das Gedenken an die Opfer des Bombardements von Dresden protestiert hatte, stand sie im Fokus der Rechten und wurde von diesen immer wieder beleidigt und bedroht. Nachdem das LKA sie darüber unterrichtet habe, dass sie auf der Terrorliste stehe, habe die Behörde ihr kein Sicherheitsgespräch angeboten, so Helm. Stattdessen sei sie auf die Notrufnummer 110 hingewiesen worden.

Franco A. war vergangenen Mittwoch festgenommen worden und befindet sich seither in Frankfurt in Untersuchungshaft. Bislang schweigt der 28-Jährige zu den Vorwürfen.

Quelle: n-tv.de, vck/dpa

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