Politik

Video zeigt Gewalt an Silvester Männer randalieren an Wolfsburger Schule

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Das Video zeigt mehrere Täter dabei, wie sie Feuerwerkskörper in Klassenräume werfen.

Es sind erschreckende Szenen, die sich an einer Schule in Wolfsburg abspielen: In der Silvesternacht wüten mehr als 30 Männer an einer Schule und halten ihre Zerstörungen auf einem Video fest. Als die Polizei hinzukommt, eskaliert die Gewalt.

In Wolfsburg ist am Silvesterabend eine Schule schwer beschädigt worden. Mehr als 30 Männer zerstörten im Stadtteil Westhagen Scheiben und warfen Feuerwerk in Klassenräume. Als Polizisten am Tatort eintrafen, wurden sie ebenfalls mit Feuerwerkskörpern angegriffen. Ein Handyvideo, das die Täter offenbar selbst ins Netz gestellt haben, zeigt die schweren Verwüstungen am Albert-Schweitzer-Gymnasium. Vier Tatverdächtige zwischen 18 und 23 Jahren nahm die Polizei vorläufig fest.

Mit dem ins Netz gestellte Video wollten die Angreifer anscheinend prahlen. In einer Sequenz, die ein völlig zerstörtes Klassenzimmer zeigt, ruft ein Mann aus dem Off: "Schaut was wir hier gemacht haben". Währenddessen fliegen Raketen gegen die Scheiben, Böller werden durch eingeschlagene Fensterscheiben geworfen. Einer der Täter tritt mehrfach gegen eine der Türen. Man hört Gegröle und klirrende Scheiben.

Als die Polizei an den Einsatzort kommt, seien die Einsatzkräfte mit Raketen beschossen worden, heißt es von der Polizei. Es ist nicht der einzige Vorfall von Gewalt gegen die Polizei am Silvesterabend. Auch in Frankfurt und Hamburg gab es Attacken gegen Einsatzkräfte. In Leipzig wurden Polizeibeamte von Linksextremen bei einer versuchten Festnahme die Helme vom Kopf gerissen und attackiert, als sie bereits auf dem Boden lagen. Einer von ihnen wurde so schwer verletzt, dass er noch in der Nacht notoperiert werden musste.

SPD-Vorsitzende Saskia Esken verurteilte die Taten und forderte gleichzeitig, den Polizeieinsatz zu überprüfen. "Im Sinne der Polizeibeamten muss jetzt schnell geklärt werden, ob die Einsatztaktik angemessen war", sagte Esken den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Linke Kreise, auch Linkspartei-Politiker, hatten der Polizei vorgeworfen, mit ihrem Durchgreifen Stein- und Flaschenwürfe provoziert zu haben.

Quelle: ntv.de, vmi