Politik

Ergebnisoffen und transparent McAllister will Gorleben prüfen

Einen Tag nach seiner Wahl geht der neue niedersächsische Ministerpräsident McAllister ein heikles Thema an: Er fordert die Wiederaufnahme der Prüfung des Atommüll-Endlager in Gorleben. Die Erkundung müsse transparent und ergebnisoffen sein, so McAllister.

Zukunft ungewiss: Bergarbeiter und Besucher gehen in 840 Meter Tiefe durch das Erkundungsbergwerk in Gorleben. Der Salzstock wurde zwischen 1979 und 2000 auf seine Eignung als Endlager für alle Arten radioaktiver Abfälle untersucht. Seit dem 1. Oktober 2000 gilt für das Bergwerk Gorleben ein Moratorium. Seitdem werden hier nur noch Instandhaltungsarbeiten durchgeführt.

Bergarbeiter und Besucher gehen in 840 Meter Tiefe durch das Erkundungsbergwerk in Gorleben.

(Foto: dpa)

Der neue niedersächsische Ministerpräsident David hat sich für ein Ende des Prüfungs-Moratoriums für das geplante Atommüll-Endlager in ausgesprochen. Der CDU-Politiker sagte im ZDF, der Standort Gorleben müsse "ergebnisoffen zu Ende erkundet werden, unter größtmöglicher Transparenz und Einbeziehung der betroffenen Menschen". McAllister sprach sich zugleich erneut für eine "moderate" Laufzeit-Verlängerung für die bestehenden Kernkraftwerke in Deutschland aus.

Der Nachfolger des zum Bundespräsidenten gewählten Christian begrüßte, dass die Bundesregierung "spätestens im Herbst" ein nationales vorlegen will. "Zur Zukunft gehören eindeutig die erneuerbaren Energien. Aber wir brauchen für einen Übergangszeitraum noch andere Energieformen", sagte McAllister.

Der 39-jährige Deutsch-Schotte war gestern vom Landtag in Hannover mit dessen schwarz-gelber Mehrheit zum jüngsten Ministerpräsident in Deutschland worden.

Quelle: ntv.de, dpa

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